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Informationsdienst
Wissenschaft - idw - - Pressemitteilung
Robert Koch-Institut, 26.05.2003
Neuer
Test für den Nachweis von SARS
Das Robert Koch-Institut hat gemeinsam mit einer Firma einen diagnostischen
Test zum Nachweis von Antikörpern gegen das neue Coronavirus,
der Ursache des Schweren Akuten Respiratorischen Syndroms (SARS),
entwickelt.
Es können nun erstmals mit einem kommerziell verfügbaren
Immunfluoreszenztest Antikörper gegen den SARS-Erreger bei
infizierten Personen nachgewiesen werden. Dabei werden Blutproben
auf das Vorhandensein und die Konzentration spezifischer Immunglobuline
untersucht.
"Ein
solcher allgemein verfügbarer Test ist ein wichtiger Schritt,
um eine sichere Diagnose der Erkrankung zu stellen und den Verlauf
von Infektionsketten aufzuklären", so Reinhard Kurth,
der Präsident des Robert Koch-Instituts. Damit stehen zusätzliche
Möglichkeiten zur Verfügung, um noch ungeklärte
Fälle von SARS genauer zu untersuchen. Mit dem bisher bereits
kommerziell verfügbaren Test, der Polymerase Kettenreaktion
(PCR), konnte nicht bei allen Patienten, die an Symptomen von
SARS erkrankt sind, eine Infektion mit dem Coronavirus bestätigt
werden.
Das neu verfügbare Testverfahren soll abklären, ob tatsächlich
eine Infektion mit dem SARS-Virus vorliegt oder ob lediglich eine
vergleichbare Symptomatik zur klinischen Diagnose SARS geführt
hat, obwohl eine andere Infektion zugrunde lag. Für die Einschätzung
des Infektionsgeschehens und angemessener Schutzmaßnahmen
gilt das Interesse auch der Frage, wie leicht SARS von Mensch
zu Mensch übertragen werden kann. Weiter ist von Bedeutung,
ob auch Infektionen mit dem Erreger stattfinden, die nicht zu
einer klinischen Erkrankung des Infizierten führen.
Noch sind die Übertragungswege nicht in allen SARS-Fällen
eindeutig geklärt. Durch erweiterte Testsysteme und die damit
ermöglichte verbesserte Datenlage lassen sich Informationen
zur Infektiosität von Patienten in den einzelnen Stadien
der Erkrankung gewinnen. Der neue Antikörpertest kann diese
allgemeinen Fragen klären helfen und dazu beitragen, Kontaktpersonen
von infizierten Patienten, wie z.B. Angehörige und medizinisches
Personal, besser zu schützen und asymptomatisch Infizierte
zu erkennen. Die meisten der inzwischen weltweit mehr als 8.000
SARS-Fälle betreffen medizinisches Personal und Personen,
die sehr engen Kontakt zu Infizierten hatten.
Weitere
Informationen des Robert Koch-Instituts zu SARS:
http://www.rki.de/INFEKT/INFEKT.HTM.
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