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Quelle:
Fachblatt Neurology
Antibabypille
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Kopfschmerz mit der "Pille" ?
Eine norwegische Studie an 27.700 Frauen weist einen Zusammenhang
zwischen östrogenhaltigen oralen Kontrazeptiva und Kopfschmerzen
nach. "Diese große und wichtige Studie zeigt, dass Frauen,
die die 'Pille' einnehmen, häufiger unter Kopfschmerz und Migräne
leiden als Frauen, die das nicht tun", kommentieren Experten
der Deutschen Migräne- und Kopfschmerzgesellschaft (DMKG)
in den "Kopfschmerz-News", der Gesellschaft.
Bei einer großen Bevölkerungsstudie in Norwegen analysierten die
Forscher auch, ob es einen Zusammenhang zwischen Migränehäufigkeit
und oralen Kontrazeptiva gibt. Dazu werteten die Wissenschaftler
die Daten einer Bevölkerungsumfrage aus den Jahren 1995 bis 1997
aus. Etwa die Hälfte der 27.700 Frauen, die den Fragebogen
beantwortet hatten, waren noch nicht in den Wechseljahren. Das
Ergebnis der Befragung: Frauen, die östrogenhaltige Kontrazeptiva
einnahmen oder in der Vergangenheit eingenommen hatten, litten
deutlich häufiger an Kopfschmerz und Migräne als Frauen, die nicht
die "Pille" nahmen und auch nie genommen hatten.
Allerdings gab es keinen Zusammenhang zwischen dem Östrogengehalt
der Pillen und den Kopfschmerzen, d.h., Frauen, die etwas höher
dosierte Präparate nahmen (über 30 bis 50 Mikrogramm Östrogen),
litten nicht häufiger unter Kopfschmerzen als Frauen, deren Pille
nur 30 Mikrogramm oder weniger Östrogen enthielt.
In ihrem Kommentar schränken die Autoren der Studie ein, man dürfe
aus
diesem Ergebnis jedoch keinen ursächlichen
Zusammenhang zwischen der
Kopfschmerzhäufigkeit und der Einnahme oraler Kontrazeptiva
herstellen. Es sei auch denkbar, dass Frauen, die häufig unter
Kopfschmerz leiden, bevorzugt die "Pille" einnehmen,
weil sie sich
dadurch eine Besserung ihrer Beschwerden erhoffen. Vorausgehende
Studien hatten mitunter auch vorteilhafte Auswirkungen oraler
Kontrazeptiva auf den Kopfschmerz gezeigt.
Quelle: Aegidius K, Zwart J-A, Hagen K, Schei B, Stovner LJ. Oral
contraceptives and increased headache prevalence. The Head-HUNT
study.
Quelle:Neurology 2006;66:349-353
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