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Quelle:
Bundesinstitut für Arzneimittel
und Medizinprodukte
BfArM
rät: Internet-Angebote für Arzneimittel sorgfältig prüfen
Das
Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) in
Bonn nimmt neue Publikationen zum Anlass, um erneut darauf hinzuweisen,
dass der Bezug von Arzneimitteln aus dem Internet nur aus seriösen
Quellen erfolgen sollte. Insbesondere bei Anbietern verschreibungspflichtiger
Arzneimittel außerhalb der europäischen Gemeinschaft ist besondere
Vorsicht geboten.
Eine
Studie des Zentrallabors Deutscher Apotheker, die unlängst
in der Pharmazeutischen Zeitung publiziert wurde1, untersuchte
insgesamt 24 Internetangebote zu einem verschreibungspflichtigen
Haarwuchsmittel mit dem Wirkstoff Finasterid, bei denen
fehlende Geschäftsbedingungen oder andere Formulierungen auf „möglicherweise
unseriöse Geschäftspraktiken hindeuteten“. Alle gelieferten Arzneimittel
waren illegal. Ein großer Anteil konnte als Fälschungen identifiziert
werden, bei denen trotz identischer Wirkstoffbezeichnung oder
Handelsnamen Inhalt und Qualität nicht mit dem Originalpräparat
übereinstimmten. In einigen Fällen war zwar der Wirkstoff enthalten,
aber in deutlich geringerer Menge. In einem Präparat fanden sich
zudem nicht näher identifizierbare Bestandteile.
In
einer Mitteilung der US-amerikanischen Arzneimittelzulassungsbehörde
FDA wurde vor kurzem auf unseriöse Internetangebote zu den Schlaf-
und Beruhigungsmitteln Ambien, Xanax, Ativan sowie zu dem Antidepressivum
Lexapro hingewiesen, die auch mit dem hochpotenten Neuroleptikum
Haloperidol, ein Wirkstoff zur Behandlung der Schizophrenie, verunreinigt
waren. Die Einnahme dieser gefälschten und mit Haloperidol-versetzten
Arzneimittel birgt die Gefahr schwerer Nebenwirkungen.
Verbraucher
und Patienten sollten nach den Worten des BfArM-Leiters Prof.
Dr. Reinhard Kurth, „Internetangebote zu Arzneimitteln sehr genau
auf ihre Seriosität prüfen: Arzneimittelwerbung per unverlangter
Email oder das Angebot verschreibungspflichtige Arzneimittel ohne
Rezept liefern zu können, sind Hinweise auf unseriöse Anbieter.
Wer Arzneimittel von solchen Anbietern erwirbt, läuft Gefahr,
Arzneimittelfälschern aufzusitzen und seine Gesundheit zu gefährden.“
1
http://www.zentrallabor.com/download/pz2007_8.pdf
Herausgeber:
Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte • Kurt-Georg-Kiesinger-Allee
3 • 53175 Bonn
Redaktion: Ulrich Heier • Fax 0228-207-3195 • E-Mail:pressestelle@bfarm.de

2
http://www.fda.gov/bbs/topics/NEWS/2007/NEW01564.html
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