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2.1.2026
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Quelle:
Informationsdienst Wissenschaft - idw - Pressemitteilung
Laser Zentrum Hannover e.V., Michael Botts 05.02.2009
Kampf
gegen die Alterssichtigkeit: Laserbehandlung könnte helfen
Der
Verlust des menschlichen Auges, sich an verschiedene Blickentfernungen
anzupassen bezeichnet man als Alterssichtigkeit oder Presbyopie.
Hauptursache dafür ist die Abnahme der Elastizität der Augenlinse
mit zunehmendem Alter. Durch feine, präzise Schnitte in der Augenlinse,
wollen Wissenschaftler am Laser Zentrum Hannover(LZH), die Flexibilität
der Augenlinse wieder herstellen.
Millionen Menschen leiden unter der Alterssichtigkeit, auch Presbyopie
genannt. Presbyopie bezeichnet der Verlust des menschlichen Auges,
sich an verschiedene Blickentfernungen anzupassen. Als Hauptursache
für die Presbyopieentwicklung gilt die Abnahme der Elastizität
der Linse mit zunehmendem Alter. Bisherige Therapien konnten die
Elastizität der Augenlinse nicht erhöhen. Daher wurde am Laser
Zentrum Hannover (LZH) gemeinsam mit dem Laserforum in Köln und
der Augenklinik Bonn erste Studien durchgeführt, bei dem die die
Flexibilität der Linse wieder hergestellt werden soll.
Untersuchungen
der vergangenen Jahre am LZH haben gezeigt, dass durch das Erzeugen
von Gleitebenen innerhalb der Linse eine Wiederherstellung der
Linsenelastizität erfolgt. Um die Gleitebenen zu generieren, werden
feine Schnitte in der Augenlinse mit sehr präzisen Lasern gemacht,
so genannte Femtosekundenlaser (fs-Laser). Da sich Größe und Position
der Linse von Patient zu Patient unterscheiden, erfolgt eine Kontrolle
zur Platzierung der Schnittebenen mittels Optischer Kohärenztomographie
(OCT).
Insgesamt konnten am LZH an mehr als 200 extrahierten Schweineaugen
und über 40 humanen Autopsie-Linsen in vitro erfolgreich eine
Laserbehandlung vorgenommen werden. Schnittkonfiguration und Laserparameter
wurden dabei optimiert, um glatte Schnitte mit möglichst effizienter
Beeinflussung der Biomechanik der Linse zu erhalten. Darüber hinaus
wurden auch Tierlinsen in vivo behandelt.
Untersuchungen zeigen, dass durch die eingebrachten Schnittmuster
erwartungsgemäß zunächst eine Lichtstreuung entsteht. Im Verlaufe
der Zeit nimmt diese jedoch ab. Untersuchungen zu längerfristigen
Komplikationen, insbesondere die Eintrübung der Linse sind noch
nicht abgeschlossen, sind aber zurzeit positiv zu bewerten.
Die Fasern der Augenlinsen von Menschen sind prinzipiell ähnlich
in Struktur und Größe zu den untersuchten Tierlinsen. Ob entsprechende
fs-Laser-Schnitte auch in der Augenlinse des Menschen ohne
Kataraktbildung möglich sind, muss durch weitere Studien geklärt
werden. Zusammenfassend sind die bisherigen Ergebnisse so ermutigend,
daß zumindest die berechtigte Hoffnung auf eine Therapie
der Presbyopie mit fs-Laserpulsen besteht.
Kontakt:
http://www.lzh.de
Das Laser Zentrum Hannover e.V. (LZH) ist eine durch Mittel des
niedersächsischen Ministeriums für Wirtschaft, Arbeit und
Verkehr unterstützte Forschungs- und Entwicklungseinrichtung auf
dem Gebiet der Lasertechnik.
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