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Informationsdienst
Wissenschaft - idw - Pressemitteilung
Deutsche Gesellschaft für Ultraschall
in der Medizin (DEGUM), Anna
Julia Voormann, 15.10.2008
Kontrastmittelultraschall
ermöglicht sichere Diagnosen - Unnötige
Operationen vermeiden
Ultraschalluntersuchungen
mit Kontrastmitteln ermöglichen - etwa
bei Lebermetastasen - im Vorfeld einer Operation
eine weitaus genauere Beurteilung der Veränderungen
als bisher. Vielen Patienten blieben dadurch
unnötige Eingriffe erspart. Die Vorteile
der kontrastmittelgestützten Sonografie
diskutieren Experten der Deutschen Gesellschaft
für Ultraschall in der Medizin (DEGUM)
im Rahmen einer Pressekonferenz am 29. November
2008 in Berlin.
Diagnosen
vor einem operativen Eingriff unterscheiden
sich häufig von dem, was Ärzte während
einer Operation vorfinden. Mitunter stellen
sie erst nach dem Schnitt in die Bauchdecke
fest, dass es sich um einen Tumor handelt,
der sich operativ nicht entfernen lässt.
"Befunde stellen sich oft auch erst dann
als gutartig heraus, wenn der Arzt nach einer
Operation das entfernte Tumorgewebe untersucht",
sagt Dr. med. Stephan Kersting, Chirurg und
Ausbilder der Sektion Chirurgie der DEGUM
aus Dresden. In beiden Fällen wäre
eine Operation nicht zwingend notwendig gewesen.
In
mehreren Studien gelang es der wissenschaftlichen
Arbeitsgruppe um Kersting, mit Hilfe der Kontrastsonografie
exaktere Diagnosen als bisher zu stellen.
Der Arzt spritzt dafür kleinste gasgefüllte
Bläschen in die Blutbahn des Patienten.
Im Ultraschallfeld beginnen diese zu schwingen
und machen am Bildschirm die Durchblutung
des Gewebes sichtbar. An typischen Durchblutungsmustern
kann der Arzt erkennen, um welche Art von
Tumor es sich handelt und von welchem Gewebe
gestreute Tumoren eventuell stammen. Im Rahmen
der Pressekonferenz in Berlin erörtern
Experten die Vorteile des kontrastmittelgestützten
Ultraschalls und stellen Studien vor, die
den Nutzen belegen.
Vorläufiges
Programm
Kontrastsonografie
- Ein neues diagnostisches Verfahren stellt
sich vor
Dr. med. Hans-Peter Weskott
Vorstandsmitglied der DEGUM, Zentrale Sonografie
Abteilung, Klinikum Siloah, Klinikum Region
Hannover
Brauchen
wir trotz CT, MR und PET die kontrastverstärkte
Sonografie?
Professor Dr. med. Thomas Albrecht
Klinik und Hochschulambulanz für Radiologie
und Nuklearmedizin, Charité Universitätsmedizin
Berlin, Campus Benjamin Franklin, Freie Universität
Berlin und Humboldt-Universität zu Berlin
Leberkrebs
sicher erkennen durch Kontrastultraschall
-
eine bundesweite Studie der DEGUM
Privatdozentin Dr. med. Deike Strobel
DEGUM-Seminarleiterin, Medizinische Klinik
I, Friedrich-Alexander-Universität Erlangen
Unnötige
Operationen vermeiden -
Wie hilft Kontrastsonografie Chirurgen und
Patienten?
Dr. med. Stephan Kersting
Klinik und Poliklinik für Viszeral-,
Thorax- und Gefäßchirurgie, Universitätsklinikum
Carl Gustav Carus, Technische Universität
Dresden
Empfehlungen
für den Einsatz der Kontrastsonografie:
Leitlinien des Dachverbandes der Europäischen
Ultraschallgesellschaften
Dr. med. Hans-Peter Weskott
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