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2.1.2026

 

 

 

 

Quelle: Deutsche Gesellschaft für Ultraschall in der Medizin

 

Ultraschall bei Schwangeren ungefährlich

Deutsche Gesellschaft für Ultraschall in der Medizin (DEGUM) kritisiert unsachlichen Vergleich von Menschen und Mäusen.  Ultraschall bei Schwangeren ungefährlich.


Ultraschalluntersuchungen bei schwangeren Frauen stellen keine
Gefahr für das ungeborene Kind dar. Dies bestätigt die Deutsche
Gesellschaft für Ultraschall in der Medizin (DEGUM) in einer aktuellen
Stellungnahme. Sie bezieht sich darin auf Versuche an Mäusen:
Mausembryonen wiesen nach langer intensiver Ultraschallbestrahlung
zelluläre Veränderungen auf. Aufgrund schwerer methodischer Mängel
dieser Studie könne laut DEGUM keinerlei Verbindung zum diagnostischen Ultraschall beim Menschen gezogen werden.

Die DEGUM bezieht sich damit auf die kürzlich veröffentlichten
Ergebnisse einer amerikanischen Untersuchung (1). Darin setzten
Wissenschaftler trächtige Mäuse mehrmals für eine Dauer von bis zu 240 Minuten Ultraschallwellen aus. Anschließend untersuchten sie bei den 16 Tage alten Embryonen, wie sich die Zellen verteilen, die das Gehirn bilden.
Hierbei ergaben sich Abweichungen von der normalen Verteilung
der Nervenzellen von tieferen zu oberflächennahen Schichten der
Hirnrinde. "Diese Veränderungen traten ausschließlich auf, wenn die
Mäuse mehr als 30 Minuten mit fokussiertem Ultraschall intensiv
bestrahlt wurden - Zeiten, die signifikant höher sind als jegliche
Form der diagnostischen Anwendung", betont Professor Bernhard-Joachim Hackelöer, Vorstandsmitglied der DEGUM und Chefarzt der Klinik für Geburtshilfe und Pränatalmedizin, Asklepios Klink Hamburg-Barmbek.

Eine entscheidende Rolle spiele dabei die vergleichsweise geringe
Größe der Mäusegehirne zum Ultraschallstrahl: In der Studie war die
gesamte Maus dem konzentrierten Ultraschall ausgesetzt. "Hinzu kommt, dass in der Studie die Ultraschallsonde direkt an die Mäusefeten
herangeführt und unbeweglich gehalten wurde. Bedingungen, wie sie in
der Ultraschalldiagnostik nie vorkommen", sagt Professor Hackelöer.
Beim diagnostischen Ultraschall in der Schwangerschaftsvorsorge
"beschallt" der Untersucher nur kurzfristig Teile der Organe des
Kindes. Keines der Ergebnisse der Versuche sei daher auf den Menschen
- speziell der Untersuchung des Ungeborenen - übertragbar.

Um Mutter und Kind möglichst sicher zu untersuchen, ist es wichtig,
dass behandelnde Ärzte ausreichend qualifiziert sind. Sie sollten dem
3-Stufen-Konzept der DEGUM entsprechend ausgebildet sein. "Ultraschall ist ein besonders schonendes Verfahren, um sich zu vergewissern, dass ein ungeborenes Kind gesund ist.
Doch nur ein erfahrener und qualifizierter Ultraschalluntersucher kann eine zuverlässige und schonende Diagnose stellen", sagt Professor Dr. med. Christian Arning, Präsident der DEGUM aus Hamburg. Die DEGUM unterhält gemeinsam mit anderen nationalen und internationalen Fachgesellschaften ein Komitee zur Sicherheit von Ultraschall (Bioeffects und Safety Committee).

(1) Ang et al."Prenatal exposure to ultrasound waves impacts neuronal
migration in mice"; PNAS 2006, 10.1073.


Ihr Kontakt für Rückfragen:


Deutsche Gesellschaft für Ultraschall in der Medizin (DEGUM)
Pressestelle
Anna Julia Voormann
Postfach 30 11 20
70451 Stuttgart
E-Mail: info@medizinkommunikation.org


Weitere Informationen finden Sie unter
http://www.degum.de Homepage DEGUM

 


 

 

 

 

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