Bildnachweis: Fotolia     Logo News Medizin 2000  
        >    Zurück

   | Home | Suche | Nutzung | Impressum| Kontakt |


Themenwebsites
Medizin A - Z

im Info-Netzwerk
Medizin 2000

2.1.2026

 

 

Quelle: ASCO-Kongress der amerikanischen Klinischen Onkologen

Magnetresonanztomographie entlarvt Brustkrebs-Vorstufen

Auf dem diesjährigen ASCO-Kongress der amerikanischen Klinischen
Onkologen in Chicago zeigte die Bonner Radiologin Prof. Christiane
Kuhl anhand einer Studie an über 6.000 Frauen , dass die MRT weitaus
besser als die Mammographie in der Lage ist, Brustkrebs-Vorstufen im
Milchgang aufzuspüren.

Man nennt ihn Ductales Carnicoma In-Situ oder kurz DCIS; eine Vorstufe
des "richtigen" Brustkrebs, der aus den Innenwandzellen der Milchgänge
entsteht. Er heißt zwar schon "Karzinom" - solange er aber noch in
den Milchgängen abgeschottet verharrt, handelt es sich de facto um
eine gutartige Erkrankung. Denn solange das Karzinom im Milchgang
verbleibt, hat es genau die Eigenschaft noch nicht, die Brustkrebs
sonst so gefährlich macht: Es kann sich noch nicht über den Blut- oder
Lymphweg im Körper verteilen (metastasieren). Entsprechend ist
Brustkrebs in diesem Stadium immer heilbar. Allerdings gibt es
unterschiedliche Formen von Vorstufen: Das weniger aggressive (low-
grade) und das hoch aggressive (high-grade) DCIS. Während die low
grade DCIS sich oft relativ gutartig verhalten, manchmal sogar den
Milchgang nie verlassen, tun das die high grade DCIS nahezu immer -
und werden zu hochgefährlichen "invasiven" ("richtigen") Brustkrebsen.
Umso wichtiger ist es also, diesen Tumor möglichst noch im
abgeschotteten Zustand (im intraduktalen Stadium) zu entdecken.

Daß die MRT der Mammographie für die Diagnostik "richtiger"
(invasiver) Karzinome überlegen ist, ist lange bekannt. Bislang galt
die Mammographie aber als einziges Untersuchungsverfahren, mit dem die
intra-duktalen Brustkrebs-Vorstufen zuverlässig zu diagnostizieren
sind. Denn allein die Mammographie ist in der Lage, kleinste
Kalkablagerungen, die bei in-situ-Karzinomen im Milchgang entstehen,
zu visualisieren. Prof. Kuhl berichtete vor Kurzem auf dem Kongress
der American Society of Clinical Oncology (ASCO), dem international
bedeutendsten Kongress der Krebsforscher, über ihre Erfahrungen mit
dem Einsatz der Magnetresonanztomographie (MRT) zur Diagnostik solcher
in-situ-Karzinome. Im Rahmen einer großen Studie wurden in Bonn bei
über 6000 Frauen sowohl eine Mammographie als auch eine MRT der Brust
vorgenommen. Bei 169 Frauen konnte ein DCIS diagnostiziert werden. Das
überraschende Ergebnis: Die MRT war der Mammographie nicht nur
ebenbürtig, sondern verbesserte die Diagnostik der DCIS ganz
erheblich. Fast die Hälfte aller im Sudienzeitraum diagnostizierten
169 Brustkrebs-Vorstufen wurden nur mithilfe der MRT erkannt. Konkret:
Von 169 DCIS wurde 47% sowohl im Röntgenbild als auch mit der MRT
erkannt. Bei 7% der Frauen wurde das DCIS nur durch die Mammographie
entdeckt. Dagegen war in 43% der Frauen die Diagnose nur mit der MRT
zu stellen. Der Grund hierfür war, dass diese DCIS keine
Mikroverkalkungen aufwiesen und daher der Mammographie entgingen

Zudem zeigte sich, dass die MRT der Brust vor allem beim Aufspüren der
high-grade DCIS der traditionellen Mammographie weit überlegen war:
Über die Hälfte der high grade -DCIS waren nur mit der MRT zu sehen.
Die insgesamt lediglich 12 nur in der Mammographie sichtbaren DCIS
entsprachen dagegen in 10 von 12 Fällen der relativ gutartigen ("low
grade") Variante.

Diese Ergebnisse untermauern die Rolle der MRT als neuen "Gold
Standard" der Brustdiagnostik. Eine für viele Frauen gute Nachricht,
die allerdings mit einem Wermutstropfen versetzt ist: Eine MRT-
Untersuchung ist noch teuerer als die Mammographie und wird nur in
Ausnahmefällen von den Kassen erstattet.
Die wegweisende klinische Bedeutung dieses Beitrags würdigten die
Organisatoren, indem sie ihn zu "Best of ASCO" auswählten

Weitere Informationen
Prof. Christiane Kuhl
Radiologische Universitätsklinik
Sigmund Freud Str. 25
53105 Bonn


Weitere Informationen finden Sie unter
http://www.todayonline.com/articles/192303.asp
http://www.sciam.com/article.cfm?alias=mri-better-at-spotting-pr&chanID=sa003&modsrc=reuters
http://www.news.com.au/heraldsun/story/0,21985,21844457-5012748,00.html
http://www.news.com.au/dailytelegraph/story/0,22049,21844457-5012769,00.html

 

 

 

[an error occurred while processing this directive]

 

Werbung im Info-Netzwerk Medizin 2000

Nachfolgend haben im Gesundheitswesen tätige Personen, Organisationen und  Unternehmen die Möglichkeit,  über ihre besonderen Kompetenzgebiete, Produkte und Dienstleistungen zu informieren , bzw. für diese zu werben.  


Anzeige

Weltweit helfen viele ehrenamtlich tätige Idealisten mit Hilfe der kostenlosen Smartphone-App Be My Eyes sehbehinderten, bzw. blinden Menschen - innerhalb weniger Sekunden und in über hundert Sprachen - die Tücken des Alltags besser zu meistern.

mehr lesen (WIKIPEDIA in deutscher  Sprache)
zum Download und zur Anmeldung (App-Website in englischer  Sprache)





Anzeige

Was Sie schon immer über die Antibabypille wissen wollten

Das Angebot an oralen Kontrazeptiva (die "Pille") ist groß. Jede Frau hat daher die Möglichkeit,  sich die zu ihrer Lebenssituation passende Antibabypille verordnen zu lassen.

mehr lesen (in deutscher   Sprache)
Quelle:Info-Netzwerk Medizin 2000-de, www.antibabypille.info, 2025



Anzeige

Nicht invasive Analysen der Ausatemluft helfen bei der Diagnostik und dem Therapie-Management von Atemwegserkrankungen wie Asthma und COPD.
 
Das Medizintechnik-Unternehmen Specialmed hat sich auf Atemgas-Analysen spezialisiert und bietet Therapeuten und betroffenen Patienten  kleine, leicht zu bedienende   Atemgas-Analyse-Geräte an.
Schwerpunkte der  Anwendung sind der zum Management einer Asthma- und COPD-Therapie geeignete FeNO-Atemtest - und der  H2-Atemtest der eine schnelle und unkomplizierte  Diagnose einer  Laktose-Unverträglichkeit dient.

Nützlich ist auch der ToxCO-II- Atemtest, da er die  Erkennung von leicht zu übersehenen, lebensbedrohlichen  Kohlenmonoxid-Vergiftungen ermöglicht.
Dieser Test unterstützt auch die Rauchenentwöhnung und senkt bei Ex-Rauchern das ständig vorhandene Rückfall-Risiko.

Wichtige Info-Links:

Website Specialmed

Atemgas Analysen

Atemgas Analyse Geräte

Nobreath für den FeNo-Atemtest


Gastrolyzer für den H2 Atemtest


Smokerlyser u.a. für die Raucherentwöhnung






Anzeige
Es gibt keine allgemein wissenschaftlich anerkannten Regeln welche Lebensmittel in welcher Kombination, bzw. Menge gesund sind - und welche nicht.
Man kann den Eindruck gewinnen, dass jeder "Experte" eine individuell unterschiedliche Auffassung von bestimmten Themen hat . Die wissenschaftlichen Erkenntnisse widersprechen einander und die Ansichten variieren erheblich.   Auf der Website www.medizin-2000.de/gesunde-ernaehrung versuchen wir unsere Besucher durch unvoreingenommene Informationen in die Lage zu versetzen,  sich trotz des vorherrschenden Datenchaos ein praxistaugliches eigenes Urteil zu bilden.

 

Anzeige
Immer mehr im Gesundheitsssektor engagierte Unternehmen haben die Marktlücke "Kater nach Alkoholexzess" entdeckt und vermarkten Produkte, die angeblich den Kater verhindern sollen.
Am bekanntesten ist das Produkt
Myrkl des schwedischen Probiotika-Herstellers
De Faire Medical.
Myrkl  ist ein probiotisches Nahrungsergänzungsmittel, das die generische Wirksubstanz AB001  enthält, die nach Angabe des Herstellers dafür sorgt,  dass der im Blut gelöste Alkohol bereits im Darm  durch Aufspaltung in seine Bestandteile "entschärft" wird - also bevor er die sensiblen Leberzellen erreichen und schädigen kann - und bevor die natürlichen Spaltprodukte einen mit Kopfschmerzen und Übelkeit bzw. Sodbrennen  verbundenen "Alkohol-Kater" auslösen können.






Anzeige
Die angeblich weite Verbreitung von Penicillin-Allergien, behindert die medikamentöse Behandlung von bakteriell bedingten Infektionen. Die vom Patienten erinnerte Diagnose wird selten überprüft und ist oft  (bis zu 90%?)   falsch.  Sie führt zum unnötigen Einsatz von teuren Reserve-Antibiotika und fördert die Entwicklung weiterer Antibiotika-Resistenzen. 
Preisgünstiges Penicillin könnte nach erfolgtem Test, ohne Nebenwirkungen befürchten zu müssen, verordnet werden. Die häufige Fehldiagnose  "Penicillin-Allergie" führt zum unnötigen, kontraproduktiven Einsatz teurer Reserve-Antibiotika. Auf der Website www.allergietherapie.de/penicillinallergie können sich Betroffene weiter informieren.


 

 

zum Seitenanfang

 

w

[an error occurred while processing this directive]

 



Wichtige Themen-Websites im Info-Netzwerk Medizin 2000 
(13.12.2009)
 

  

Werbung:
24 h Schlüsseldienst München

Copyright ©  LaHave Media Services Limited