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im Info-Netzwerk Medizin 2000
2.1.2026
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Presseinformation
AllergoOncology
Symposium
ALLERGOONCOLOGY: JUNGES FORSCHUNGSGEBIET INTERNATIONAL ETABLIERT
Die Erforschung der Zusammenhänge zwischen Allergie und Tumorentwicklung -
und der mögliche Nutzen für zukünftige Krebstherapien - hat sich endgültig
als eigenständige Forschungsdisziplin etabliert. Das ist das Fazit des 2.
International AllergoOncology Symposiums, das am Wochenende wieder in Wien stattfand. Die Organisatorin Prof. Jensen-Jarolim zeigte sich über die
Teilnahme von über 100 MedizinerInnen und WissenschafterInnen aus über 10
Nationen hoch erfreut. Zeitgleich wird das von ihr mit Unterstützung des
Wissenschaftsfonds FWF aufgebaute Forschungsgebiet durch einen ersten
Übersichtsartikel im internationalen Journal "Allergy" gewürdigt.
Seit über 50 Jahren ist das Phänomen bekannt - seit nur ca. 3 Jahren ist es
ein eigenes Forschungsgebiet: der Einfluss allergischer Reaktionen auf die
Entwicklung von Tumoren. Die als AllergoOncology bezeichnete Disziplin
untersucht, wie allergische Reaktionen das Wachstum von Krebstumoren
reduzieren können. Als Gründerin dieses Gebiets gilt Prof. Erika
Jensen-Jarolim, Leiterin des Instituts für Pathophysiologie der
Medizinischen Universität Wien. Bereits vor Jahren begann sie im Rahmen
eines Projekts des Wissenschaftsfonds FWF mit dem Aufbau der AllergoOncology als eigenen Bereich der Medizinforschung.
SYNERGIE & SYMPOSIUM
Auf dem von ihr zum zweiten Mal organisierten International AllergoOncology
Symposium trafen sich am vergangenen Wochenende internationale
ImmunologInnen und OnkologInnen in Wien, um mögliche Synergien ihrer
Arbeiten zu diskutieren. Beispielhaft für das breite Spektrum an Themen kann
der Vortrag von Prof. Chris Parish von der John Curtin School of Medical
Research in Australien stehen. Er berichtete über Arbeiten an einem
Mausmodell, das dank der Gabe weißer Blutkörperchen, die auch in
Zusammenhang mit Allergien stehen, resistent gegen bestimmte chemisch
induzierte Tumore wurde.
"Auch wenn Ergebnisse aus Tiermodellen nicht auf den Menschen übertragen
werden können, so zeigen Arbeiten wie die von Prof. Parish das
beeindruckende therapeutische Potenzial der AllergoOncology", kommentiert
Prof. Jensen-Jarolim diese Arbeit.
Eine weitere Arbeit, die von Dr. Manuel Penichet, University of California,
vorgestellt wurde und in Zusammenarbeit mit den Gruppen von Prof. Hannah
Gould, King's College, London, und von Prof. Jensen-Jarolim durchgeführt
wird, hat die gezielte Bekämpfung von Brustkrebs zum Ziel. Dafür macht sich
das Team eine wesentliche Eigenschaft jener speziellen Antikörper zu Nutze,
die gemeinhin für allergische Reaktionen verantwortlich sind: die so
genannten IgE-Antikörper. Diese wirken hoch reaktiv und mit langer
Wirkungsdauer gegen Proteine, die vom Körper als ungewollt betrachtet
werden. Ganz gezielt und hochspezifisch kann diese IgE-Antwort auch gegen
Proteinstrukturen auf bestimmten Tumorzellen gerichtet werden. Eine Wirkung,
die von den kooperierenden Gruppen genutzt und durch spezifische Änderungen
der Antikörperstruktur verstärkt werden kann.
Doch Prof. Jensen-Jarolim war es im Rahmen des Symposiums auch wichtig das
Potenzial der AllergoOncology kontrovers, auch innerhalb einer von Life
Science-Journalistin Johanna Award-Geissler geleiteten Podiumsdiskussion von
ExpertInnen, zu diskutieren. Dazu Prof. Jensen-Jarolim: "Um ein neues
Forschungsgebiet nachhaltig zu etablieren, brauchen wir kritische Stimmen
und konsequente Kontrollen. So wurden am Wochenende Daten einer Studie aus
Wien präsentiert, die bei über 22,000 untersuchten KrebspatientInnen keinen generellen Zusammenhang zwischen Sterblichkeit und der IgE-Konzentration im Serum, außer bei Lymphomen und Leukämien, feststellen konnten. Die Ursachen hierfür müssen weiter analysiert werden."
Wie sehr die AllergoOncology aber bereits in der internationalen Medizin und
Wissenschaft etabliert ist, belegt auch der vorab am Wochenende exklusiv
veröffentlichte Übersichtsartikel, der im internationalen Fachjournal
"Allergy" in wenigen Wochen offiziell publiziert wird. Für den FWF sind das
Symposium und der State of the Art-Artikel ein schöner Beleg für die
Sinnhaftigkeit der frühzeitigen Unterstützung transdiziplinärer
Forschungsgebiete wie dem der AllergoOncology.
Vollständiges Programm des 2. International AllergoOncology Symposiums:
http://www.allergooncology.org
Wissenschaftlicher Kontakt:
Prof. Erika Jensen-Jarolim
Medizinische Universität Wien
Institut für Pathophysiologie
Währinger Gürtel 18-20
1090 Wien
E erika.jensen-jarolim@meduniwien.ac.at
Der Wissenschaftsfonds FWF:
Mag. Stefan Bernhardt
Haus der Forschung
Sensengasse 1
1090 Wien
E stefan.bernhardt@fwf.ac.at
W http://www.fwf.ac.at
Redaktion & Aussendung:
PR&D - Public Relations für Wissenschaft & Bildung
Campus Vienna Biocenter 2
1030 Wien
E contact@prd.at
W http://www.prd.at
Wien, 14. April 2008
----------------------------------------------------------------
Mag. Michaela Fritsch
PR-Beraterin
PR&D - Public Relations für Forschung & Bildung
F +43 1 505 50 83
E fritsch@prd.at
Campus Vienna Biocenter 2
1030 Wien
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