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Informationsdienst Wissenschaft - idw - Pressemitteilung

Genprofiling bei Brustkrebs: Aggressive Formen des Mammakarzinoms gezielter erkennen und behandeln Stuttgart, Oktober 2008 - Neue Untersuchungsmethoden ermöglichen es dem Pathologen, besonders aggressive und gefährliche Vertreter des Mammakarzinoms zu erkennen. Das Ziel sind individualisierte Therapien, durch die Patientinnen eine auf ihren Tumor zugeschnittene Therapie erhalten. Experten diskutieren auf der 28. Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft für Senologie, inwieweit die Molekularbiologie heute schon zur Identifizierung dieser unterschiedlichen Typen beitragen kann. Nach jeder Brustkrebsoperation wird der entfernte Tumor von einem Pathologen feingeweblich untersucht. Dabei geht es nicht nur um die Frage, ob sich bereits Tochtergeschwulste, also Metastasen, in den Lymphknoten gebildet haben. Auch der Tumor selbst verrät häufig, wie aggressiv er sich entwickelt. Das Urteil des Pathologen entscheidet, ob die Operation die ausreichende Therapie ist, die den Krebs geheilt hat oder ob eine für die Patientin belastende Chemotherapie oder eine Strahlentherapie notwendig ist. Diese Unterscheidung sicher zu treffen, ist eine der größten ungelösten Probleme in der Behandlung des Mammakarzinoms, sagt Professor Dr. med. Hans Kreipe, Tagungspräsident und Direktor des Instituts für Pathologie an der Medizinischen Hochschule Hannover. Dieses Problem könnte durch eine neue Untersuchungsmethode, dem sogenannten Genprofiling gelöst werde: Pathologen suchen dabei die nach Genen, die kennzeichnend für die Aggressivität einer Krebserkrankung sind. Ein erster derartiger Test wurde kürzlich in den USA eingeführt. Sein Ergebnis nimmt direkten Einfluss auf die Therapie. Diese besteht heute nicht mehr nur in der Gabe von Zytostatika, die ungezielt Tumorzellen zerstören. Immer häufiger kommen Medikamente zum Einsatz, die bestimmte Zielmoleküle im Tumor angreifen. "Der therapeutische Schlag soll gegen die Achillesferse eines Tumors gerichtet werden", sagt Kreipe. Die Aufgabe des Pathologen bestehe in Zukunft darin, mögliche Zielmoleküle im Tumor zu erkennen. Inwiefern dies heute schon möglich ist, wird nach Auskunft des Experten derzeit in klinischen Studien in Deutschland untersucht. Informationsdienst Wissenschaft - idw - Pressemitteilung Deutsche Gesellschaft für Senologie,

Ihr Kontakt für Rückfragen:
Silke Jakobi
Postfach 30 11 20
70451 Stuttgart
E-Mail: jakobi@medizinkommunikation.org



Die gesamte Pressemitteilung erhalten Sie unter:
http://idw-online.de/pages/de/news285249

Kontaktdaten zum Absender der Pressemitteilung stehen unter:
http://idw-online.de/pages/de/institution1029

 

 

 

 

 

 


 

 

 

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