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Quelle: Deutsches Ärzteblatt
 

Risikoarm und keine Abtreibung: die „Pille danach“  

 

Das Deutche Ärzteblatt räumt in seiner aktuellen Ausgabe (Heft 18 vom 2.Mai 2008)  mit einigen hartnäckig verbreiteten Vorurteilen auf, die sich im Zusammenhang mit dem Thema „Notfall-Verhütung“ und der  „Pille danach“  in der Öffentlichkeit halten und die ungerechtfertigter Weise deren empfehlenswerte Anwendung in Deutschland noch immer einschränken. 

Während die entsprechenden Medikamente die man früher im Zusammenhang mit einer „Notfall-Verhütung“ einsetzte tatsächlich starke Nebenwirkungen verursachten, spielt dies heute beim Einsatz von  Unofem® (1 x 1.5 mg Levonorgestrel) oder Levogynon® ( 2x 750 µg Levonorgestrel ) keine Rolle mehr. Bis auf gelegentliche Übelkeit bemerken die Frauen bei Einnahme von „Pille danach“ keine Nebenwirkungen. Der Monatszyklus wird erst bei mehrmaliger Anwendung beeinflusst. 

Die „Pille danach“ sollte möglichst schnell  nach dem Geschlechtsverkehr eingenommen werden der eine Schwangerschaft verursacht haben könnte.  Die Wirkung des Hormons Levonorgestrel beruht auf einer Blockade, bzw. Verzögerung des Einsprungs und ist daher keineswegs mit einer Abtreibung gleich zu setzen.

Die „Pille danach“  kann gefahrlos während des gesamten Monatszyklus eingenommen werden. Nahezu 80% der Frauen die die „Pille danach“ eingenommen haben lebten übrigens zum Zeitpunkt der Therapie in einer festen Partnerbeziehung. Eine internationale wissenschaftliche Studie zeigte außerdem, dass eine leichte Zugänglichkeit der „Pille danach“   - wie sie bei Rezeptfreiheit oder der kostenlosen Verteilung an Schulen gegeben ist - keinerlei Einfluss auf das sexuelle Verhalten der Mädchen und Frauen hat.  

Aufgrund der guten Verträglichkeit und dem nahezu völligen Fehlen von unerwünschten oder gar gefährlichen Nebenwirkungen kann die „Pille danach“   bedenkenlos auch mehrfach eingenommen werden.  Für den Fall, dass eine Verordnung der „Pille danach“  einmal nicht möglich ist, verweisen die Autoren im Deutschen Ärzteblatt auf die Website
www.notfall-verhuetung.info
die erklärt, wie eine Frau eine Notfall-Verhütung auch mit Hilfe „normaler“ Pillen durchführen kann.


 

 

 

 

 

 

 

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