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2.1.2026

 

 

 

Quelle: Informationsdienst Wissenschaft - idw - Pressemitteilung
Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg, Jens Müller M.A. 14.01.2009

 

Studie konnte keinen Zusammenhang zwischen Mobilfunk und der Bildung von Augenkrebs zeigen

Die gesundheitlichen Auswirkungen der Handynutzung stehen immer wieder in der Diskussion. Eine Studie eines Wissenschaftlerteams aus Halle und Duisburg-Essen konnte nun keinen Zusammenhang zwischen Mobilfunk und der Bildung von Augenkrebs zeigen. Die Ergebnisse der Studie wurden gerade veröffentlicht.

Wissenschaftler der Medizinischen Fakultäten der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg und der Universität Duisburg-Essen haben in einer Studie keine Belege für einen Zusammenhang zwischen der Nutzung von Mobilfunkgeräten (Handys) und der Entstehung von Augenkrebs finden können. In die bisher weltweit größte Studie zu dieser Fragestellung waren etwa 460 Patienten und ungefähr 1150 Kontrollteilnehmer nach ihrer Handynutzung befragt worden."Wir konnten statistisch keinen Zusammenhang zwischen Augenkrebs und der Handynutzung von bis zu 10 Jahren feststellen", sagte Professor Andreas Stang (Foto links) vom halleschen Institut für Klinische Epidemiologie. Professor Karl-Heinz Jöckel vom Institut für Medizinische Informatik, Biometrie und Epidemiologie in Essen ergänzt: "Damit konnten wir das auffällige Ergebnis einer früheren, deutlich kleineren Studie nicht bestätigen". Die Wissenschaftler haben die Studienergebnisse gerade in der anerkannten Fachzeitschrift "Journal of the National Cancer Institute" (USA) veröffentlicht.

Das Aderhautmelanom (auch: malignes Uvealmelanom) ist der häufigste primäre bösartige Tumor des Auges. In Europa kommt auf 100.000 Einwohner pro Jahr ein Neuerkrankungsfall dieses Augenkrebses. Das Aderhautmelanom entwickelt sich in der Aderhaut des Auges. Das Erkrankungsrisiko steigt mit zunehmendem Alter und erreicht zwischen dem 60. und 70. Lebensjahr ein Maximum. Ungefähr die Hälfte aller Patienten entwickeln Metastasen, die sich meist zuerst in der Leber manifestieren und oft innerhalb weniger Monate zum Tode führen.

Das Team aus Halle und Essen hatte 459 Augenkrebs-Patienten der Universität Duisburg-Essen befragt. Die dortige Augenklinik ist ein Referenzzentrum für diese Erkrankung. Außerdem wurden etwa 1150 Personen in die Kontrollgruppe aufgenommen, darunter etwa 830 aus der "normalen" Bevölkerung, etwa 180 Geschwister der Krebspatienten und 130 Patienten mit anderen Augenerkrankungen. Alle Studienteilnehmer befragten die Wissenschaftler nach ihren Handynutzungsgewohnheiten. Vier Punkte standen dabei im Mittelpunkt: ob und wie Handys genutzt werden, seit wann, wie oft telefoniert wird und die gesamte Nutzungsdauer. Zwischen 20 und 24 Prozent der Befragten nutzten kein Handy, 44 bis 47 sporadisch und 30 bis 36 Prozent regelmäßig. Dabei unterschieden sich über alle Fragen hinweg die Ergebnisse im Vergleich zwischen Patienten- und Kontrollgruppe statistisch nicht signifikant. Statistisch gesehen waren 70 Prozent der Augenkrebs-Patienten älter als 55 Jahre.

 

 

 

 

 

 

 

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