NEWS MEDIZIN 2000

- ein Projekt des Info-Netzwerk Medizin 2000 -

www.news.medizin-2000.de  
Bildnachweis: Fotolia ,    aktualisiert: 23.09.17, Uhrzeit: 18.15


Themen-Websites A-Z
im Info-Netzwerk
Medizin 2000





Soziale Netzwerke mit speziellen Medizin-2000-Seiten




WERBUNG


Infektionskrankheiten
Vielversprechende Zukunftsperspektive: Endlich neue Antibiotika in der Entwicklung , die therapieresistente Bakterien wirksam bekämpfen können?

Eine der größten Bedrohungen der die Menschheit ausgesetzt ist - vergleichbar den apokalyptischen Auswirkungen eines Atomkrieges - ist die weitere ungebremste Zunahme der Resistenzen bei den verfügbaren Antibiotika.  Wenn die Antibiotika im schlimmsten Fall ganz als wirksame Arzneimittel ausfallen, könnte dies innerhalb weniger Generationen aufgrund des Todes von hunderten von Millionen Menschen zum Untergang der Menschheit führen. Derzeit als harmlos eingestufte Krankheiten würden dann zum Tod des Erkrankten führen.

Trotz dieser Fakten forschen zur Zeit  nur wenige Pharmaunternehmen auf diesem Gebiet,  bzw. versuchen neue Antibiotika zu entwickeln.  Die Gründe sind vielfltig.

Doch jetzt ist es in den USA Forschern des Waksman Institute gelungen,  in einer aus Italien stammenden Erdprobe mit der Substanz  Pseudouridimycin (PUM)  einen Wirkstoff zu identifizieren und zu isolieren, der das vielversprechende Potential besitzt,  innerhalb einiger Jahre zu einem vermarktungsfähigen Super-Antibiotikum weiterentwickelt zu werden. 
Es würde sich im Erfolgsfall um eine völlig neue Wirkstoffklasse handeln, die mit keinem der bisher  existierenden Antibiotika zu vergleichen wäre.

Die Autoren der vielbeachteten Studie berichteten über ihre sensationelle Entdeckung im renommierten Fachblatt Cell und stellten dort die bisher einmaligen und vielversprechenden Wirkungen der Substanz Pseudouridimycin (PUM)  ausführlich dar.
Da das Thema Antibiotika-Resistenz von größter Bedeutung für den Fortbestand der Menschheit ist,  berichtete nun auch die weltweit gelesene Tageszeitung Washinton Post ausführlich über die sensationelle Entdeckung und bestätigt so die Bedeutung der Entdeckung.
Während die bisher bekannten Antibiotika üblicherweise in erster Linie jene Bakterien bekämpfen, die sich im Verlauf einer akuten Infektion explosionsartig vermehren, hat der neu entdeckte Wirkstoff PUM die ungewöhnliche und vielversprechende Eigenschaft,  zusätzlich  auch inaktiv ruhende Krankheitseime ebenso zu bekämpfen,  wie auch jene krankmachenden Keime, die bereits gegen die gängigen Antibiotika resistent sind.  
PUM könnte sich somit sogar für die Vorbeugung von Infektionen und den Ersatz wirkungslos gewordener Antibiotika eignen.
Der Wirkmechanismus von PUM ist bereits teilweise aufgeklärt: die Substanz blockiert ein Enzym, das im menschlichen Körper für nahezu jede bekannte Stoffwechselaktion zwingend benötigt wird - die sog. Polymerase.  Dieses weit verbreitete Enzym steuert unter anderem auch die Umwandlung der DNS in den wichtigen Botenstoff Ribonukleinsäure (RNS) und blockiert so die Vermehrung krankmachender Bakterien.  Die Forscher hoffen aufgrund dieser ersten Erkenntnisse, dass sich auf diese Weise in Zukunft die gefürchteten Antibiotika-Resistenzen erst gar nicht entwickeln können.

 

mehr lesen
mehr lesen
Quellen: Washington Post, Cell ,  Juni 2017 
Die thematisch zu dieser Seite passenden Info-Texte wurden in der werbefreien online Enzyklopädie WIKIPEDIA unter der Lizenz "Creative commons   Attribut/Share Alike“  für die freie Weiterverbreitung publiziert. Nähere Angaben zu dieser Lizenz finden Sie auf der Website von WIKIPEDIA.  Sie können die  thematisch passenden Texte über die Suchfunktion der Hauptseite von WIKIPEDIA aufrufen.  Angaben zu früheren Versionen dieser Texte und zu den Autoren der Textbeiträge finden Sie ebenfalls auf dieser Website - ebenso Informationen zu den Urhebern und zum Lizenzstatus eingebundener Mediendateien (etwa Bilder oder Videos). Diese Dateien können im Regelfall durch Anklicken der Bilder abgerufen werden. Auf dem Portal Medizin von WIKIPEDIA finden Sie unter anderem Angaben zu allen derzeit definierten medizinischen Fachgebieten. 






 [an error occurred while processing this directive]









Twitter auf Medizin 2000

WERBUNGbr>
Mit der Maus können Sie den
Bildwechselvorgang anhalten. 
Ein  Mausklick ruft dann die

gewünschte Website auf.