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Medizin 2000

2.1.2026

 

 

 

 

Quelle: medizinische Fachzeitschrift "Heart"

Informationsdienst Wissenschaft - idw - - Pressemitteilung
Universitätsklinikum Heidelberg


Alkohol in Maßen hält die Blutgefäße offen

Studie der Medizinischen Universitätsklinik Heidelberg belegt positiven Effekt nach Ballondilatation der Herzkranzgefässe



Moderater Alkoholkonsum senkt das Risiko, dass sich Herzkranzgefässe
nach ihrer Eröffnung durch einen Katheter und Einlage eines Stents, der
das Gefäß erweitert, wieder verengen. Dies hat eine Studie an der
Medizinischen Universitätsklinik Heidelberg ergeben, die in der jüngsten
Ausgabe der medizinischen Fachzeitschrift "Heart" erschienen ist.

Wahrscheinlich hemmt Alkohol die Wucherung von glatten Muskelzellen in
den Blutgefässen; dies legen auch Erkenntnisse aus Tierversuchen nahe.
Die Heidelberger Mediziner raten jedoch von einer generellen Empfehlung
zum Alkoholkonsum bei koronarer Herzkrankheit ab, sehen aber auch keinen
medizinischen Grund dafür, eine Einstellung des Konsums zu empfehlen.

Professor Dr. Feraydoon Niroomand, Oberarzt in der Abteilung
Kardiologie, Angiologie und Pulmologie (Ärztlicher Direktor: Professor
Dr. Hugo Katus) und Oberärztin Privatdozentin Dr. Christiane
Tiefenbacher haben mehr als 225 Männer, die sich wegen verengter
Herzkranzgefässen einer Ballondilatation unterzogen haben, zu ihren
Trinkgewohnheiten nach dem Eingriff befragt.

Die Mehrzahl der Patienten (172) konsumierten mehr als 50 Gramm Alkohol
(bis maximal 700 Gramm) pro Woche; 53 Patienten gaben an, dass sie
höchsten 50 Gramm oder weniger zu sich nahmen. (Ein Glas Wein enthält
etwa 11 Gramm Alkohol, ein großes Glas Bier etwa 13 Gramm.) Die
Patientengruppe mit höherem Alkoholkonsum hatte weniger häufig (34 statt
49 Prozent) einen erneuten Verschluss (Restenose) der Herzkranzgefässe
und mussten sich seltener (23 statt 42 Prozent) einen erneuten
Ballondilatation unterziehen. Auch Diabetiker, die besonders stark zu
einer Restenose neigen, profitierten von mäßigem Alkoholkonsum.

Ansprechpartner:
Prof. Dr. Feraydoon Niroomand
Abteilung Innere Medizin III der Medizinischen Universitätsklinik
Im Neuenheimer Feld 410, 69120 Heidelberg

Literatur:
F Niroomand, O Hauer, C P Tiefenbacher, H A Katus, and W Kuebler:
Influence of alcohol consumption on restenosis rate after percutaneous
transluminal coronary angioplasty and stent implantation. Heart 2004;
90: 1189-1193.

(Der Originalartikel kann bei der Pressestelle des Universitätsklinikums
Heidelberg unter contact@med.uni-heidelberg.de angefordert werden.)

Diese Pressemitteilung ist auch online verfügbar unter
http://www.med.uni-heidelberg.de/aktuelles/


Zu dieser Mitteilung existieren Bilder im WWW. Siehe
* http://idw-online.de/public/zeige_bild?imgid=11400
Professor Dr. Feraydoon Niroomand, Oberarzt in der Abteilung
Kardiologie, Angiologie und Pulmologie der Medizinischen
Universitätsklinik Heidelberg. / Foto: privat.

Weitere Informationen finden Sie unter:
http://www.med.uni-heidelberg.de/aktuelles/

Ansprechpartner:
Dr. Annette Tuffs

Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
des Universitätsklinikums
Voßstrasse 2, 69115 Heidelberg
Tel.: 06221 / 56-4536
Fax: 06221 / 56-4544
e-mail: Annette_Tuffs@med.uni-heidelberg.de

 


 

 

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