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-Latexallergiker
haben ein erhöhtes Risiko, an einer Nahrungsmittelallergie
zu erkranken: Bei etwa 50 Prozent von ihnen zeigt sich auch eine
Sensibilisierung gegen unterschiedliche Früchte und Gemüse.
Mehr
als 20 Früchte, Nahrungsmittel und andere Pflanzen können
Latexallergiker zusätzlich belasten; dazu gehören z.
B. Banane, Kiwi, Avocado, Tomate, Paprika und Esskastanie, aber
auch Pollen von Beifuß und Birke oder Blattbestandteile
der Zimmerpflanze Ficus benjamini.
Molekulare
Zusammenhänge zwischen der Naturlatex-Allergie und Sensibilisierung
gegen bestimmte Nahrungsmittel, insbesondere Früchte, nehmen
Priv.-Doz. Dr. Monika Raulf-Heimsoth und Dr. Hans-Peter Rihs (Berufsgenossenschaftlichen
Forschungsinstitut für Arbeitsmedizin (BGFA) der Ruhr-Universität
Bochum) unter die Lupe: Die geplante Studie soll zur weiteren
Aufklärung dieses sog. Latex-Frucht-Syndroms beitragen.
Von
den in Latexmilch vorkommenden 200 Eiweißmolekülen
sind bereits 16 als Allergene identifiziert und können neben
anderen Allergenen Ursache für die Kreuzreaktion zwischen
Latex und anderen Pflanzen sein. In unterschiedlichen Patientengruppen
wollen die Forscher nun Sensibilisierungsprofile erstellen. Dabei
soll die Bedeutung einzelner Allergene ebenso herausgefunden werden
wie der Einfluss der Sensibilisierungsroute (Einatmung, Nahrungsaufnahme,
Hautkontakt). Aus den Ergebnissen hoffen die Forscher neue Ansätze
für Diagnostik, Therapie und Prävention der Latex-Frucht-Allergie
ableiten zu können.
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