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2.1.2026
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Sparmaßnahmen
gefährden die Erfolge bei der Allergiebekämpfung:
90% der Allergiker sind in Deutschland unterversorgt
Anlässlich
des 28. Interdisziplinären Forum der Bundesärztekammer
in Köln machte Prof. Dr. med. Alexander Kapp, Direktor
der Klinik und Poliklinik für Dermatologie und Allergologie der
Medizinischen Hochschule in Hannover, darauf aufmerksam, dass
in Deutschland nur zehn Prozent der allergiekranken Menschen zufriedenstellend
ärztlich versorgt werden. „Es sind vor allem gesundheitspolitische
Zwänge, die trotz besten Wissens und Wollens auch speziell weitergebildeter
Ärzte eine sachgerechte Diagnostik und Therapie von Allergien
häufig erschweren oder sogar unmöglich machen“, betonte Kapp.
Gerade
auf dem Gebiet der Allergologie wirkt sich nach der Meinung vieler
Experten die nicht an medizinischen Erfordernissen orientierte
Dauerbudgetierung der vergangenen Jahre extrem negativ aus.
„Man darf nicht außer Acht lassen, dass allergische Erkrankungen
chronisch werden können und die Lebensqualität der Patienten erheblich
beeinträchtigen, wie dies besonders für die Neurodermitis zutrifft.
Im schlimmsten Fall können Allergien, gerade Insektengift- oder
Nahrungsmittelallergien, tödlich enden“, erläuterte Kapp.
Insbesondere
das allergisch
bedingte Asthma bronchiale ist in den Industrienationen im
Kindes- und Jugendlichenalter mit einem Anteil von etwa zehn Prozent
unter den allergischen Erkrankungen häufigste chronische
Krankheit . Auch bei Erwachsenen gehört das Asthma bronchiale
zu den häufigsten Beschwerden. Obgleich weltweit in
den letzten Jahrzehnten viele allergische Erkrankungen deutlich
zugenommen haben, haben sich gleichzeitig die Behandlungsmöglichkeiten
sehr verbessert.
Prof.
Dr. med. Gerhard Schultze-Werninghaus, Facharzt für Lungen-
und Bronchialheilkunde an den Berufsgenossenschaftlichen Kliniken
Bergmannsheil-Universitätsklinik in Bochum, bestätigte dies und
ergänzte: „Die Zahl der Sterbefälle durch die Volkskrankheit Asthma
ist in den letzten 20 Jahren besonders bei der Gruppe der Patienten
zwischen dem ersten und 35. Lebensjahr deutlich zurückgegangen“.
Diese Verbesserung der Prognose kann nach Meinung der Experten
nur auf Dauer abgesichert werden, wenn die von der Gesundheitspolitik
vorgegebenen pauschalen Sparmaßnahmen den medizinischen Erfordernissen
nicht zuwider laufen.
mehr zum Thema Asthma Therapie
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