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Insektengift-Allergie:
Gefahr im Sommer besonders hoch
Insbesondere
die Wespengiftallergie
ist im Sommer lebensbedrohlich
Menschen, die allergisch gegen Bienen- oder Wespengift sind, leben
besonders während des Sommerhalbjahres in großer Angst. Auch in
diesem Jahr sind viele Wespen unterwegs. Nach einem Stich durch
Bienen oder Wespen reagieren Insektengift-Allergiker innerhalb
weniger Minuten mit oftmals heftigen allergischen Symptomen wie
Hautausschlag, Schweißausbrüchen, Atemnot, Schwindel, Zittern,
Übelkeit oder Erbrechen. Schlimmstenfalls kommt es zu einem allergischen
Schock (Anaphylaxie) mit Bewusstlosigkeit und Atem- bzw. Kreislaufstillstand.
Wird ein Allergieschock nicht sofort ärztlich behandelt, so kann
er tödlich enden.
Professor Gerhard Schultze-Werninghaus, Präsident der Deut-schen
Gesellschaft für Allergologie und klinische Immunologie (DGAI)
rät daher: „Bei heftigen allergischen Reaktionen nach einem Insektenstich
sollte sofort ein Notarzt gerufen werden. Langfristig muss die
Allergie fachärztlich mit einer Hyposensibilisierung (spezifische
Immuntherapie = SIT) behandelt werden.“
Manche Jahre sind besonders gefährlich
Wie Volker Mauss vom Zentrum für Wespenkunde in Michelfeld berichtet,
gibt es besonders in Jahren mit einem trockenen Frühling – wie
wir ihn in 2003 hatten - besonders viele Wespen. „In einem solchen
Jahr werden viele Wespenköniginnen überwintern. Ob das Jahr aber
ein ausgeprägtes „Wespenjahr“ wird, hängt von der Witterung Ende
April und Anfang Mai ab.
Bei trockenem Wetter finden die Königinnen leicht Futter und haben
ideale Bedingungen, um ein Volk zu gründen.“
Bei Wespen überleben nur junge Weibchen, die Königinnen, den Winter.
Sie suchen sich für die Winterruhe alleine oder mit bis zu 70
anderen Wespen-Königinnen frostgeschützte Orte wie Holzstöße,
hohle Bäume oder Dachböden. „In warmer Umgebung werden die Königinnen
aber rasch wieder munter“, warnt der Biologe Mauss, „es besteht
die Gefahr, die Tiere beispielsweise mit Feuerholz in die Wohnung
zu tragen.“ In einem solchen Fall kommt es zu Wespenstichen auch
in Monaten, die an und für sich als „wespenarm“ gelten.
Bei Allergie auf Insektengift unbedingt hyposensibilisieren
Menschen, die bereits einmal schwere allergische Reaktionen nach
einem Stich erlitten haben, müssen sich besonders in Acht nehmen.
Bereits der nächste Stich kann lebensgefährlich werden. Deshalb
sollten Betroffene unbedingt einen auf Allergien spezialisierten
Arzt aufsuchen. Die wichtigste Therapie ist die spezifische Immuntherapie.
Mit ihr können nahezu alle Insektengift-Allergiker geheilt werden.
Wie eine spezifische Immuntherapie gegen Pollen-, Hausstaub- oder
Tierhaar-Allergien kann die Therapie ambulant durchgeführt werden.
Bei einer Allergie auf Insektengift empfehlen
Allergologen jedoch meistens, die Therapie über einen Zeitraum
von wenigen Tagen in einem spezialisierten Krankenhaus zu beginnen.
Den Patienten werden allmählich ansteigende Mengen des Allergieauslösers
unter die Haut gespritzt. Dadurch wird die überschießende Reaktion
des Immunsystems der Allergiekranken wieder normalisiert.
Schnellhyposensibilisierung ist bei Wespengiftallergie sinnvoll
In der Klinik kann die Konzentration des Allergieauslösers sehr
schnell gesteigert werden, so dass der Körper bereits nach kurzer
Zeit gegen die unheilvolle Wirkung des Insektengifts geschützt
ist.
Damit ein langjähriger Schutz besteht, erhalten die Patienten
über einen Zeitraum von ca. drei Jahren einmal im Monat eine weitere
Injektion.
„Wer seine Insektengift-Allergie noch in diesem Jahr von einem
Allergologen behandeln lässt, kann bereits den nächsten Frühling
ohne Angst vor Stichen verbringen“, erklärt Professor Schultze-Werninghaus.
Für weitere Informationen steht Ihnen zur Verfügung:
ÄDA-/DGAI-Pressekontakt, Bodelschwinghstr. 17, 22337 Hamburg,
Tel: 040-507113-44
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