Quelle:
International Journal of Cancer
Pommes
programmieren tödliche Gefahr
Wer
als Kind häufig Pommes isst, hat als Erwachsener ein hohes
Brustkrebsrisiko. Das hat ein Forscherteam um Michels herausgefunden.
Die Wissenschaftler befragten die Mütter von 582 Brustkrebspatientinnen
und von 1.569 gesunden Frauen nach der Ernährung ihrer
Töchter im Kindesalter. Dabei stellte sich heraus,dass
die Brustkrebsrate derjenigen Frauen, die als Vorschülerinnen
mindestens einmal pro Woche Pommes aßen, um 27 % höher
lag als bei den Frauen, die im gleichen Alter deutlich weniger
dieser Kartoffel-Speise verzehrten.
Die
Forscher vermuten, dass gesättigte und trans-Fettsäuren
die Krebs begünstigenden Bestandteile von Pommes frites
sind. In der Friteuse saugen sich die Pommes mit diesen Fetten
voll.
Durch
die große Hitze entsteht außerdem Acrylamid - ein
Stoff, derwegen seiner karzinogenen Eigenschaft schon oft in
den Schlagzeilen war. Das Stadium einer Krebserkrankung lässt
sich anhand der im Blutserum vorhandenen Menge des Moleküls
MICA abschätzen. Das ist das Ergebnis einer Studie von
Holdenrieder und Kollegen.
Die
Wissenschaftler bestimmten und verglichen die MICA-Spiegel von
insgesamt 512 Patienten. Die wenigsten MICA-Moleküle fanden
die Forscher im Serum von gesunden Menschen, bei Krebspatienten
lag deren Anzahl höher. Außerdem stellten die Wissenschaftler
fest, dass der MICA-Spiegel mit Fortschreiten der Krebserkrankung
ansteigt. MICA ist ein Oberflächenprotein, das nur Tumorzellen
bilden können. Da es Angriffspunkt des Immunsystems ist,
werfen viele bösartige Zellen dieses Eiweiß ab. Die
abgestoßenen MICA-Moleküle lassen sich dann im Serum
nachweisen.
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International
Journal of Cancer, Band 118(3), 1. Februar 2006. 10.1002/ijc.21382,
Holdenrieder et al., Soluble MICA in malignantdiseases, <http://www3.interscience.wiley.com/cgi-bin/abstract/110578728/ABSTRACT>.
10.1002/ijc.21407, Michels et al., Preschool diet and adult
risk ofbreast cancer, <http://www3.interscience.wiley.com/cgi-bin/abstract/110578831/ABSTRACT>.
Informationsdienst Wissenschaft Pressemitteilung Deutsches Krebsforschungszentrum,
Dr. Julia Rautenstrauch,
21.12.2005
Weitere Informationen finden Sie unterhttp://www.dkfz.de