Gemeinsame Presseerklärung der Polizei Hamburg, der Behörde für
Soziales, Familie, Gesundheit und Verbraucherschutz Hamburg und des
Bundesamtes für Strahlenschutz
BfS bestätigt seine bisherige Einschätzung: Keine Strahlenbelastung
durch Aufnahme von Polonium in den Körper nachweisbar
Von verschiedenen Personen, bei denen der Verdacht bestand, dass sie
mit Polonium-210 in Berührung gekommen sein könnten, wurden in den
vergangenen Tagen Urinproben an das Bundesamt für Strahlenschutz (BfS)
gesandt, um mögliche Gesundheitsrisiken für die betroffenen Personen
zu bewerten.
Inzwischen liegen für die Ex-Frau von Dimitrij Kowtun, eines ihrer
beiden Kleinkinder und ihren Lebensgefährten Messergebnisse aus bis zu
je drei Proben vor, von denen jeweils die Letzte unter klinisch
kontrollierten Bedingungen über 24 Stunden entnommen wurden. Keine
dieser Proben ergab einen Hinweis auf eine Aufnahme von Polonium im
Zusammenhang mit den gefundenen Kontaminationen. Die Messergebnisse
für das zweite Kleinkind werden im Verlauf der nächsten Woche
erwartet, da die Analyse von Urin aus Windelmaterial wesentlich mehr
Zeit benötigt. Aufgrund der vorliegenden Ergebnisse, die alle im
Bereich natürlicher Schwankungen liegen, werden auch für das Kleinkind
keine erhöhten Werte erwartet.
Darüber hinaus wurden 2 Urinproben von Personen aus dem weiteren
Bekanntenkreis ausgewertet, die ebenfalls keinen Hinweis auf eine
Aufnahme von Polonium ergaben. Weitere Messungen von Bürgern, die mit
dem o.a. Personenkreis in engem Kontakt standen, sind veranlasst. Die
Ergebnisse werden im Verlaufe der kommenden Woche vorliegen. Es werden
auch hier keine erhöhten Werte erwartet.