Quelle: Medline AbstractAm
J Epidemiol.
Schwangerschaft: Vor- und Nachteile des Konsums fettreicher
Fische
Seit
vielen Jahren gilt als ausgemacht, dass der Konsum der in fettreichen
Kaltwasserfischen enthaltenen Omega-3-Fettsäuren das Herz-Kreislaufrisiko
absenkt. Doch keine Rose ohne Dornen. Ebenso bekannt ist die
Tatsache, dass die zunehmende Verschmutzung der Weltmeere dazu
geführt hat, dass sich in Fischen zahlreiche Schadstoffe
anreichern. Dies gilt insbesondere für fettlösliche Umweltgifte,
die sich in den Fettgeweben der Fische ablagern. Jetzt hat sich
eine dänische Forschergruppe dieses Problems angenommen.
Die Autoren der im Fachblatt American Journal of Epidemiology
publizierten Studie untersuchten mehr als 44.000 schwangere
Frauen und erfragten detailliert deren Fischkonsum während der
Schwangerschaft.
Nach der Entbindung wurden die Neugeborenen gründlich untersucht.
Es zeigte sich, dass jene Neugeborenen erkennbare Entwicklungsdefizite
aufwiesen deren Mütter während der Schwangerschaft besonders
viel fettreiche Fischmalzeiten zu sich genommen hatten. Beim
Konsum magerer Fischarten wurde dieses Phänomen nicht beobachtet.
Die Autoren der Studie verweisen in der Zusammenfassung ausdrücklich
auf die Anreicherung von Schadstoffen in bestimmten Fischen
und führen die beobachteten Entwicklungsrückstände auf diese
Tatsache zurück.
Werdende Mütter sind somit gut beraten, wenn sie sich im Zuge
der generell empfohlenen fischreiche Ernährung während
der Schwangerschaft auf fettarme Fische beschränken.
Eine
englischsprachige Kurzversion dieser Studie (sog. MEDLINE Abstract)
finden Sie
hier

Am
J Epidemiol. 2007 Sep 15;166(6):687-96. Epub 2007 Jul 13.
Is high consumption of fatty fish during pregnancy a risk
factor for fetal growth retardation? A study of 44,824 Danish
pregnant women.
Halldorsson TI, Meltzer HM, Thorsdottir I, Knudsen V, Olsen
SF.
Maternal Nutrition Group, Department of Epidemiology Research,
Statens Serum Institut, Copenhagen, Denmark.
PMID: 17631607 [PubMed - in process]