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Pollenallergie (Heuschnupfen): Therapie mit
Gräser-Impf-Tablette
Pollenallergiker sollten mit einer geplanten spezifischen
Immuntherapie unter Verwendung der Gräser-Impf-Tablette
vier Monate vor Beginn des ersten Pollenflugs
- also im im November/Dezember - beginnen
von Dr. med. Jochen Kubitschek
Viele Pollenallergiker schieben den Beginn einer
spezifischen Immuntherapie (SIT) von Jahr
zu Jahr vor sich her und riskieren so im Lauf
der Zeit die Entwicklung eines allergischen Asthmas.
Oft steckt hinter dieser zögerlichen Haltung die
Furcht vor den sog. "Allergiespritzen".
Diese Zurückhaltung ist aber heute nicht mehr
notwendig, da es jetzt die sog. "Gräser-Impf-Tablette"
gibt, bei deren Anwendung Spritzen nicht mehr
erforderlich sind.
Die sublinguale Immuntherapie (SLIT)
in Tablettenform stellt eine wirksame und sichere
Alternative zur Spritzenbehandlung dar, bei der die
standardisierten Graspollen-Allergene dem Körper in
Form einer sich schnell an der Mundschleimhaut
auflösenden Tablette zugeführt werden.

Da der die Allergie auslösende Pollenflug aufgrund
der zu beobachtenden Klimaveränderung immer früher
einsetzt, sollte bei Heuschnupfen-Patienten auch die
geplante sublinguale spezifische Immuntherapie eher
beginnen.
Die Heuschnupfensaison hat in
diesem Jahr deutlich länger angedauert als es früher
üblich war. Zu diesem Fazit kamen Forscher aufgrund
der Ergebnisse von Pollenzählungen die im
Zusammenhang mit einer klinischen Studie mit einer
neuen Gräser-Impf-Tablette durchgeführt wurden.
Die Gräserpollensaison startete 2007 bereits in der
ersten Aprilwoche und endete erst in der letzten
Augustwoche. Im Mittel betrug die Pollenflugdauer
etwa 100 Tage. Der Durchschnitt der letzten Jahre
lag bei nur 45 Tagen in einem Zeitraum von Ende Mai
bis Juli. In diesem Jahr wiesen jedoch weniger Tage
die maximale Gräserpollenkonzentration pro
Kubikmeter Luft auf. Insgesamt belegen die
Untersuchungen, dass die Gräserpollensaison 2007
länger dauerte und milder verlief als im Vorjahr.
Gräser- und Roggenpollen-Allergiker müssen
vermutlich auch in den nächsten Jahren mit einer
langen und nur schwer einschätzbaren
Pollenflugsaison rechnen.
Für Gräser-Impf-Tablette gilt: je früher, desto
besser
Der optimale Zeitpunkt des
Beginns der Therapie mit der Gräser-Impf-Tablette
ist nach Meinung der Experten der Herbst. Die
Gräser-Impf-Tablette mit molekular standardisierten
Allergenen aus Wiesenlieschgras stellt eine wirksame
und sichere Therapie der Allergieursache dar.
„Aufgrund des früher
einsetzenden Pollenflugs verschiebt sich der
optimale Zeitpunkt für einen Therapiebeginn. Jetzt
im Herbst, mindestens vier Monate vor dem ersten
Gräserpollenflug, ist der ideale Zeitpunkt: Je
früher die Allergie-Impfung beginnt, desto
effektiver ist sie. Die Wirksamkeit steigt
signifikant mit der Zeitspanne vor der Pollensaison
an“, erläutert Privatdozent Dr. Eike Wüstenberg,
Leiter der Medizinisch-Wissenschaftlichen Abteilung
des Unternehmens ALK-SCHERAX, Wedel bei Hamburg.
Die erste Einnahme der Gräser-Impf-Tablette kann
noch bis zu acht Wochen vor dem ersten
Gräserpollenflug erfolgen. Die Tablette wird einmal
täglich unter die Zunge gelegt, wo sie sich im
Kontakt mit der feuchten Mundschleimhaut innerhalb
weniger Sekunden rückstandslos auflöst. Die
freigesetzten Graspollen-Allergene wirken über die
Mundschleimhaut auf das bei Allergikern gestörte
Immunsystem ein und vermindern ursächlich
allergische Reaktionen auf Gräser- und auch
Roggenpollen. Im Idealfall bleiben die Beschwerden
ganz aus.
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