Pollenallergie (Heuschnupfen): Therapie mit Gräser-Impf-Tablette
Pollenallergiker sollten mit einer geplanten spezifischen Immuntherapie
unter Verwendung der Gräser-Impf-Tablette vier Monate vor Beginn
des ersten Pollenflugs - also im November/Dezember - beginnen
Viele Pollenallergiker schieben den Beginn einer spezifischen
Immuntherapie (SIT) von Jahr zu Jahr vor sich her und
riskieren so im Lauf der Zeit die Entwicklung eines allergischen
Asthmas. Oft steckt hinter dieser zögerlichen Haltung die Furcht
vor den sog. "Allergiespritzen". Diese Zurückhaltung
ist aber heute nicht mehr notwendig, da es jetzt die sog. "Gräser-Impf-Tablette"
gibt, bei deren Anwendung Spritzen nicht mehr erforderlich sind.
Die sublinguale
Immuntherapie (SLIT) in Tablettenform stellt eine wirksame und
sichere Alternative zur Spritzenbehandlung dar, bei der die
standardisierten Graspollen-Allergene dem Körper in Form einer
sich schnell an der Mundschleimhaut auflösenden Tablette zugeführt
werden.

Da der die Allergie auslösende Pollenflug aufgrund der zu beobachtenden
Klimaveränderung immer früher einsetzt, sollte bei Heuschnupfen-Patienten
auch die geplante sublinguale spezifische Immuntherapie eher
beginnen.
Die Heuschnupfensaison
hat in diesem Jahr deutlich länger angedauert als es früher
üblich war. Zu diesem Fazit kamen Forscher aufgrund der Ergebnisse
von Pollenzählungen die im Zusammenhang mit einer klinischen
Studie mit einer neuen Gräser-Impf-Tablette durchgeführt wurden.
Die Gräserpollensaison startete 2007 bereits in der ersten Aprilwoche
und endete erst in der letzten Augustwoche. Im Mittel betrug
die Pollenflugdauer etwa 100 Tage. Der Durchschnitt der letzten
Jahre lag bei nur 45 Tagen in einem Zeitraum von Ende Mai bis
Juli. In diesem Jahr wiesen jedoch weniger Tage die maximale
Gräserpollenkonzentration pro Kubikmeter Luft auf. Insgesamt
belegen die Untersuchungen, dass die Gräserpollensaison 2007
länger dauerte und milder verlief als im Vorjahr. Gräser- und
Roggenpollen-Allergiker müssen vermutlich auch in den nächsten
Jahren mit einer langen und nur schwer einschätzbaren Pollenflugsaison
rechnen.
Für Gräser-Impf-Tablette gilt: je früher, desto besser
Der optimale Zeitpunkt
des Beginns der Therapie mit der Gräser-Impf-Tablette ist nach
Meinung der Experten der Herbst. Die Gräser-Impf-Tablette
mit molekular standardisierten Allergenen aus Wiesenlieschgras
stellt eine wirksame und sichere Therapie der Allergieursache
dar.
„Aufgrund des früher
einsetzenden Pollenflugs verschiebt sich der optimale Zeitpunkt
für einen Therapiebeginn. Jetzt im Herbst, mindestens vier Monate
vor dem ersten Gräserpollenflug, ist der ideale Zeitpunkt: Je
früher die Allergie-Impfung beginnt, desto effektiver ist sie.
Die Wirksamkeit steigt signifikant mit der Zeitspanne vor der
Pollensaison an“, erläutert Privatdozent Dr. Eike Wüstenberg,
Leiter der Medizinisch-Wissenschaftlichen Abteilung des Unternehmens
ALK-SCHERAX, Wedel bei Hamburg.
Die erste Einnahme der Gräser-Impf-Tablette kann noch bis zu
acht Wochen vor dem ersten Gräserpollenflug erfolgen. Die Tablette
wird einmal täglich unter die Zunge gelegt, wo sie sich im Kontakt
mit der feuchten Mundschleimhaut innerhalb weniger Sekunden
rückstandslos auflöst. Die freigesetzten Graspollen-Allergene
wirken über die Mundschleimhaut auf das bei Allergikern gestörte
Immunsystem ein und vermindern ursächlich allergische Reaktionen
auf Gräser- und auch Roggenpollen. Im Idealfall bleiben die
Beschwerden ganz aus.