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Insektengift-Allergie: Eine neue Studie beweist, dass insbesondere
bei einer Wespengift-Allergie schneller Schutz möglich ist. Eine
in einer Spezialklinik durchgeführte sog. "Schnellhyposensibilisierung"
bietet innerhalb weniger Tage einen guten Schutz vor den manchmal
lebensgefährlichen Folgen eines Wespenstichs
Bei
einer Insektengiftallergie gibt es nur eine sinnvolle Behandlung:
die spezifische subkutane Immuntherapie (SIT) - früher auch Hyposensibilisierung
genannt. Diese seit Jahrzehnten bewährte Standardtherapie besteht
normalerweise aus einer über mehrere Wochen durchgeführten Aufdosierungsphase
und einer sich daran anschließenden mehrjährigen Erhaltungstherapie
mit der in der Aufdosierungsphase erreichten Dosis des Bienen-
oder Wespen-Allergens.
Wie
kürzlich in der Ärzte Zeitung zu lesen war, haben Wissenschaftler
an der Uniklinik Rostock 93 Wespengift-Allergiker innerhalb von
drei Tagen einer Schnell-Aufdosierung unterzogen, so dass diesen
Patienten innerhalb kürzester Zeit ein wirksamer Schutz vor den
gelegentlich lebensgefährlichen Folgen eines Wespenstichs geboten
werden konnte.
Diese
sog. "Rush-Hyposensibilisierung" wurde mit 11subkutane
Injektionen mit dem bewährten ALK-Insektengift (ALK-Scherax Arzneimittel,
Hamburg) in lyophilisierter Form bis zur Erhaltungsdosis von 100
µg /ml durchgeführt. In den folgenden drei Jahren bestätigte sich
der Nutzen und die gute Verträglichkeit dieses Vorgehens.
Dr. Andrea Bier und Professor J. Christian Virchow vom Universitätsklinikum
Rostock berichten im Fachblatt Allergologie (4, 2007, 125),
dass die meisten Patienten auf die rasche Abfolge der Injektionen
in der Aufdosierungsphase nur mit leichten Rötungen und Schwellungen
an der Injektionsstelle oder leichten Allgemeinreaktionen reagierten.
Bei
zwölf der 93 Patienten mussten Medikamente verabreicht werden,
um systemische Reaktionen zu mildern. Die Ärzte Zeitung berichtete,
dass Bier und Virchow darauf hinwiesen, dass bei Bienengift-Allergikern
häufiger als bei Patienten mit Wespengift-Allergie mit systemischen
Reaktionen während der Immuntherapie zu rechnen ist. Innerhalb
von drei Jahren waren 29 der 93 Patienten erneut gestochen worden.
Davon hatten lediglich drei eine leichte systemische allergische
Allgemeinreaktion, zwei von ihnen wendeten ihre Notfallmedikamente
an.
Ein
weiterer Umstand dürfte die Motivation für die mehrjährige Immun-Therapie
steigern: Besonders bei Kindern wurde nach Beendigung der SIT
ein lang anhaltender Schutz über 10 bis 20 Jahre nachgewiesen.
Weitere
Infos zum Thema SIT finden Sie
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KOMMENTAR: Keine Angst vor Wespenstichen! Von Ingrid Kreutz
(Ärzte Zeitung)
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