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Günstig
in die dritte Ultraschall-Dimension
Bilder
vom Inneren des Körpers in 3-D sind in der
Diagnose sehr gefragt. Doch die dafür notwendigen
Apparaturen sind extrem teuer. Dank einer neuen
Entwicklung lassen sich herkömmliche
Ultraschallgeräte nun kostengünstig von 2- zu
3-D-Geräten aufrüsten.
Ultraschallgeräte
stehen in fast jeder Arztpraxis. Die Sonografie
erlaubt den Blick auf das Ungeborene im Bauch
einer Schwangeren, deckt Gallensteine auf oder
erkennt tumorartige Geschwülste. Gerade in der
Früherkennung von Brustkrebs
spielen Ultraschall-Methoden heute eine wichtige
Rolle: Vor allem die dreidimensionale Sonografie
liefert sehr aussagefähige Bilder. Mit ihr lassen
sich beispielsweise die Struktur von Tumoren,
ihr Verhalten sowie die Durchblutung besonders
gut gegenüber dem gesunden Gewebe abgrenzen. Obwohl
die 3-D-Technologie bereits aus den 90er Jahren
stammt, ist sie bis heute ein sehr kostspieliges
Verfahren geblieben. Ärzte und Praxen, die von
2-D auf 3-D umsatteln wollen, müssen sich dafür
ganz neue Geräte anschaffen - im Schnitt liegen
die Kosten dafür bei 50 000 Euro. (Foto:
IDW)
In
einer Kooperation mit der Software-Firma MedCom
ist es Forschern der
Fraunhofer-Technologie-Entwicklungsgruppe TEG und
des Fraunhofer- Instituts für Biomedizinische
Technik IBMT gelungen, Ärzten in Zukunft eine
weitaus kostengünstigere Lösung anzubieten: Die
Wissenschaftler haben ein System entwickelt, mit
dem jedes herkömmliche 2-D-Ultraschallgerät für
nur rund 400 Euro zu einem 3-D-Sonografen aufgerüstet
werden kann. Der Clou: "Wir bestücken
konventionelle Ultraschallköpfe mit
Beschleunigungssensoren, die Position und
Orientierung des Ultraschallkopfs exakt
bestimmen", sagt Dr. Urs Schneider,
Projektleiter an der TEG. "Die von uns
entwickelten Algorithmen rekonstruieren aus den so
gewonnenen Daten ein dreidimensionales Bild."
Bei den Beschleunigungssensoren handelt es sich um
kostengünstige kleine Halbleiterbauteile, die
sensibel auf jede Art von Bewegung sind.
Normalerweise sind solche Sensoren sehr ungenau;
vor allem wenn es darum geht, den Positionswinkel
zu bestimmen. Doch die speziellen Algorithmen der
TEG-Ingenieure erlauben eine exakte Berechnung der
Position im Raum. So konnten sie die Ungenauigkeit
der Sensoren von etwa zehn Grad auf weniger als
ein Grad senken. Damit steht erstmals ein
Low-Cost-Navigationssystem mit einer großen
Genauigkeit zur Verfügung, das sich einfach in
bestehende Ultraschallsysteme integrieren lässt.
Mit
der Möglichkeit zur kostengünstigen Aufrüstung
kann die Versorgungslücke vor allem in osteuropäischen
Ländern geschlossen werden: Ärzte könnten nun
auch dort den Patienten verbesserte Diagnosemöglichkeiten
anbieten. Schneider rechnet damit, dass das System
- bestehend aus einem kleinen Stück Hardware und
der entsprechenden Software - noch in diesem Jahr
als Produkt auf den Markt kommen wird.
Informationsdienst
Wissenschaft - idw - Pressemitteilung
Fraunhofer-Gesellschaft,
Dr. Janine Drexler, 02.05.2007
Weitere
Informationen finden Sie unter http://www.fraunhofer.de/fhg/press/pi/2007/05/Mediendienst52007Thema1.jsp
Ansprechpartner
Zu
dieser Mitteilung finden Sie Bilder unter der
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http://idw-online.de/pages/de/image47620
Eine Standard-Ultraschallsonde kann jetzt - aufgerüstet
mit 3-D-Sensorik - auch dreidimensionale Bilder
aufnehmen.
Die
gesamte Pressemitteilung inkl. Bilder erhalten
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