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im Info-Netzwerk Medizin 2000
2.1.2026
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Informationsdienst
Wissenschaft - idw - Pressemitteilung
Deutsche Krankenhäuser:
München, Frankfurt und Heidelberg bei Krankenhauspatienten besonders
beliebt - ein Ranking der Gesundheitszentren
In der Wachstumsbranche "Gesundheitswirtschaft" streben
viele Regionen
danach, sich als führendes überregionales Gesundheitszentrum
zu
positionieren. Die Analyse von Patientenwanderungen gibt Aufschluss
darüber, welche Städte in diesem Wettbewerb bisher besonders
erfolgreich sind. Spitzenplätze erreichen München, Frankfurt
am Main,
Heidelberg und die Kernstädte des Ruhrgebiets.
Berücksichtigt man die Größe der Regionen, dann erreicht Heidelberg
mit großem Abstand sogar den ersten Platz, gefolgt von Regensburg,
Ulm und Passau.
Die Ergebnisse...
Patienten suchen im Bedarfsfall ein Krankenhaus auf, das in der
näheren Umgebung ihrer Wohnung liegt. Für spezielle Behandlungen
können einzelne Kliniken aber auch eine überregionale Anziehungskraft
entfalten. Deshalb kann man anhand der Wanderung von Patienten die
Attraktivität eines Krankenhauses oder eines überregionalen
Gesundheitszentrums messen. Dabei liegt München vor Frankfurt am Main
auf dem ersten Platz, wenn man die Bedeutung einer Region als
Gesundheitszentrum in einem absoluten Ranking durch die Differenz aus
Zu- und Abwanderung von Patienten misst. Erstaunlich ist, dass das
bevölkerungsschwache Heidelberg den dritten Platz erreicht, dicht
gefolgt von den Kernstädten des Ruhrgebiets und Hamburg. Bonn und
Münster erreichen die Plätze sechs und sieben. Berlin folgt
überraschenderweise erst auf dem achten Rang.
Setzt man in einem zweiten Schritt die Zuwanderung ins Verhältnis zur
gesamten Patientenzahl der jeweiligen Region, dann wird vermieden,
dass einzelne Regionen allein aufgrund ihrer hohen Bevölkerungszahl
einen Spitzenplatz erreichen. In diesem relativen Ranking belegt
Heidelberg mit beachtlichem Abstand den ersten Platz, gefolgt von
Regensburg, Ulm und Passau. Koblenz, Freiburg und Bayreuth belegen die
Plätze fünf bis sieben. Oldenburg, Darmstadt und Ansbach folgen. Auch
Münster und Bonn schaffen es noch auf vordere Plätze. Abgeschlagen
sind bei diesem Vergleich erwartungsgemäß die bevölkerungsreichen
Ballungsgebiete.
... und ihre Bedeutung
Den Patienten bieten die Rankings bei der Entscheidung für eine
Behandlung einen Anhaltspunkt zur Einschätzung der Attraktivität
verschiedener Gesundheitszentren.
Für das einzelne Krankenhaus sind diese Patientenwanderungen von
großer Bedeutung, weil sie Aussagen über ihre medizinische
Attraktivität zulassen.
Die Bundespolitik kann sie als eine Informationsgrundlage bei der
Definition von Zentren der Spitzenmedizin nutzen.
Die Regionalpolitik kann den Erfolg ihrer Maßnahmen daran messen, ob
sich die Platzierung des jeweiligen Gesundheitszentrums im Zeitablauf
verbessert hat.
Methode und Datenbasis
Um zu klareren Aussagen zu kommen, welche Region zu Recht den Status
eines Gesundheitszentrums beanspruchen kann, wurden auf Basis von
Patientenströmen 94 regionale Gesundheitszentren identifiziert und in
zwei Rankings gemäß ihrer Attraktivität für Patienten geordnet. Um
Aussagen über Veränderungen im Zeitablauf treffen zu können, wurden
den Werten für das Jahr 2005 die Daten des Jahres 1996
gegenübergestellt.
Zur Abgrenzung der Regionen wurde auf eine Patientenvollerhebung mit
rund 17 Millionen Fällen aus dem Jahr 2005 zurückgegriffen, die vom
Forschungsdatenzentrum der Statistischen Landesämter aufbereitet wird.
Gesundheitszentren wurden in einem ersten Schritt dadurch definiert,
dass mehr Patienten zu- als abwandern (positiver Wanderungssaldo).
Regionen mit negativem Wanderungssaldo werden als "Umland" bezeichnet.
Im zweiten Schritt wurden Zentren und Umland so zusammengefasst, dass
bezüglich der Patientenwanderungen möglichst abgeschlossene Regionen
entstanden. Das Umland wurde dabei demjenigen Zentrum zugeordnet, das
den stärksten Zustrom von Patienten aus den jeweiligen Wohnorten
verzeichnen konnte.
Die gesamte Pressemitteilung erhalten Sie unter:
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