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Medizin 2000

2.1.2026

 

 

 

Quelle: Medline Abstract


Cholesterin-Panik: mäßiger Eierkonsum erhöht das Herzinfarkt- und Schlaganfall-Risiko offenbar nicht.

Das Blutfett Cholesterin ist eine Substanz die vom menschlichen Organismus unbedingt für viele Stoffwechselvorgänge benötigt wird. Daher liegt der Verdacht nahe, dass sowohl ein zu hoher, als auch ein zu niedriger Cholesterin-Blutspiegel die Gesundheit nachteilig beeinflussen kann. Bei besonders  gesundheitsbewussten Menschen gelten Eier schon seit langer Zeit als gefährliche "Cholesterin-Schleuder" und werden daher von diesen völlig aus der Diät verbannt. Dabei scheint es sich aber um eine übertriebene Schutz-Maßnahme zu handeln, die möglicherweise nur bei Zuckerkranken Sinn macht.
Im Rahmen der sog.  Physicians` Health Study wurde über einen zeitraum von 20 Jahren der Eierkonsum von 21,327 Teilnehmern  sorgfältig analysiert. Dabei zeigte sich, dass selbst der tägliche Konsum eines Eies bei den untersuchten männlichen  Ärzten das Herzinfarkt- oder Schlaganfallrisiko nicht negativ beeinflusste. Allerdings war das allgemeine Sterberisiko beim Konsum von Eiern  leicht erhöht - bei Diabetikern war es beim täglichen Konsum eines Eies beim Konsum von 7 Eiern pro Woche sogar doppelt so hoch wie bei den Mitgliedern der Gruppe, die pro Woche nur ein Ei aßen.

 


 

 

Die vollständige englischsprachige Kurzversion dieser Studie (sog. MEDLINE Abstract) finden Sie hier

 

Egg consumption in relation to cardiovascular disease and mortality: the Physicians` Health Study.

Djousse L, et al.

Am J Clin Nutr. 2008 Apr;87(4):964-9.



Abstract


BACKGROUND: A reduction in dietary cholesterol is recommended to prevent cardiovascular disease (CVD). Although eggs are important sources of cholesterol and other nutrients, limited and inconsistent data are available on the effects of egg consumption on the risk of CVD and mortality.

OBJECTIVE: We aimed to examine the association between egg consumption and the risk of CVD and mortality.

DESIGN: In a prospective cohort study of 21,327 participants from Physicians` Health Study I, egg consumption was assessed with an abbreviated food questionnaire. Cox regression was used to estimate relative risks.

RESULTS: In an average follow-up of 20 y, 1550 new myocardial infarctions (MIs), 1342 incident strokes, and 5169 deaths occurred. Egg consumption was not associated with incident MI or stroke in a multivariate Cox regression. In contrast, adjusted hazard ratios (95% CI) for mortality were 1.0 (reference), 0.94 (0.87, 1.02), 1.03 (0.95, 1.11), 1.05 (0.93, 1.19), and 1.23 (1.11, 1.36) for the consumption of <1, 1, 2-4, 5-6, and > or = 7 eggs/wk, respectively (P for trend < 0.0001). This association was stronger among diabetic subjects, in whom the risk of death in a comparison of the highest with the lowest category of egg consumption was twofold (hazard ratio: 2.01; 95% CI: 1.26, 3.20; P for interaction = 0.09).
 

CONCLUSIONS: Infrequent egg consumption does not seem to influence the risk of CVD in male physicians. In addition, egg consumption was positively related to mortality, more strongly so in diabetic subjects, in the study population.

 

 

 

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