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Presseinformation
Tropfen-Immuntherapie hilft auch bei oralem
Allergiesyndrom
Wie eine aktuelle Studie berichtet, können Heuschnupfenkranke
auch hinsichtlich einer durch Pollenallergene
ausgelösten Nahrungsmittelallergie von einer so genannten sublingualen
Immuntherapie profitieren.1
Diese Therapieform mit Tropfen ist daher eine geeignete Alternative
zur Immuntherapie mit Spritzen, deren Wirksamkeit bei einem sogenannten
oralen Allergiesyndrom (OAS) bereits in mehreren Studien
gut dokumentiert ist. Die SLIT könnte einen Vorteil gegenüber
der Spritzentherapie haben: Sie wirkt über die Mundschleimhaut,
genau dort, wo bei einem OAS die allergischen Nahrungsmittel-Symptome
auftreten.
Pollenallergiker mit OAS können ihren allergischen Schnupfen und
ihre durch Nahrungsmittel ausgelöste Allergie bei einem allergologisch
tätigen Facharzt behandeln lassen. Die spezifische Immuntherapie
(Hyposensibilisierung) ist die einzige Behandlungsmethode, die
ursächlich gegen Allergien wirkt. Im Rahmen einer sublingualen
Immuntherapie (SLIT) kann der Betroffene die Allergene einfach
selber unter die Zunge tropfen.
Die Wirksamkeit der SLIT auch gegen ein OAS belegt eine vor kurzem
veröffentlichte Studie1: 102 Heuschnupfenpatienten mit
gleichzeitigem OAS nahmen an der Studie teil und wurden über 12
Monate mit einer SLIT behandelt. Die behandelnden Ärzte beobachteten
bei 75 Prozent ihrer Patienten eine deutliche Verbesserung des
OAS. Gleichzeitig reduzierte die Immuntherapie die Symptome des
allergischen Schnupfens signifikant um 50 bis 86 Prozent sowie
den Medikamentenverbrauch. Über die gesamte Therapiedauer traten
kaum Nebenwirkungen auf.1
Die SLIT wirkt sicher, lang anhaltend und sogar vorbeugend gegen
ein allergisches Asthma.2,3 Der Allergiker tropft dazu eine Allergenlösung
unter die Zunge. Die Behandlung kann sofort mit einer „MonoDose“
täglich, ganz bequem ohne Tropfenzählen beginnen. Wie die Studienergebnisse
zeigen, können Patienten mit Heuschnupfen auch hinsichtlich des
OAS von der Behandlung profitieren.
Bei Menschen mit einer Pollenallergie reagiert das Immunsystem
überempfindlich auf bestimmte Eiweiße in den Pollen. Rund 70 Prozent
der Bevölkerung mit Heuschupfen haben gleichzeitig ein durch Nahrungsmittel
ausgelöstes OAS.1 Grund ist eine Kreuzallergie: Die Allergene
aus Gräser-, Kräuter- oder Baumpollen gleichen in ihrer Struktur
beispielsweise den Eiweißen aus bestimmten Früchten oder Gemüsesorten.
Ist das Immunsystem auf ein Pollenallergen sensibilisiert, kann
es auch beim Kontakt mit ähnlichen Eiweißstrukturen aus Nahrungsmitteln
mit allergischen Symptomen reagieren.
Zumeist verlaufen diese mit Juckreiz im Mund- und Rachenbereich
oder an den Lippen eher mild. In einigen Fällen sind allerdings
schwere allergische Reaktionen möglich, wie beispielsweise ein
Anschwellen der Zunge oder sogar ein allergischer Schock.
1. Bergmann K-C et al. Effect of Pollen-Specific Sublingual Immunotherapy
on Oral Allergy Syndrome. An Observational Study. WAO Journal
2008;79-84.
2. Di Rienzo V et al. Long-lasting effect of sublingual immunotherapy
in children with asthma due to house dust mite: a 10-year prospective
study. Clin Exp Allergy. 2003 Feb;33(2):206-10.
3. Novembre E et al.: J Allergy Clin Immunol 2004; 114: 851-7
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