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DAIS*-Studienergebnisse
vorgestellt: Mikronisiertes Fenofibrat bremst bei Diabetikern
die Progression der KHK
Über positive Effekte einer lipidsenkenden Therapie bei Patienten
mit Typ-II-Diabetes berichtete Prof. George Steiner (Toronto)
auf einer von Fournier Pharma veranstalteten Pressekonferenz.
Die DAIS-Studie (Diabetes Atherosclerosis Intervention
Study) konnte belegen, dass eine Langzeittherapie mit mikronisiertem
Fenofibrat die Koronarsklerose signifikant verzögert.
Das
KHK-Risiko ist bei Diabetikern auch wegen einer häufig ebenfalls
vorliegenden Fettstoffwechselstörung deutlich erhöht. In die jetzt
präsentierte internationale Studie, die in Kooperation mit der
WHO konzipiert worden war, wurden insgesamt 418 Typ-II-Diabetiker
eingeschlossen, die zu Studienbeginn weitgehend normale Gesamt-
und LDL-Cholesterinwerte, aber erhöhte Triglyzerid- und erniedrigte
HDL- Werte aufwiesen. Randomisiert wurde mehr als drei Jahre lang
mit täglich 200 Milligramm mikronisiertem Fenofibrat
oder Placebo behandelt.
So konnten z. B. unter mikronisiertem Fenofibrat die Triglyzeride
um 30 Prozent reduziert werden. Zu Beginn und am Ende der Therapie
wurden mit quantitativer Koronarangiographie der Gefäßstatus erfasst.
In Bezug auf fokale Koronarläsionen konnte mikronisiertes
Fenofibrat imPlacebovergleich die Progression der Koronarsklerose
signifikant um 40 %, die Zunahme der segmentalen Lumeneinengung
um 25 % reduzieren.
DAIS war zwar nicht als klinische Endpunktstudie konzipiert
worden, dennoch konnte unter mikronisiertem Fenofibrat
auch eine Abnahme kardiovaskulärer Ereignisse um 23 Prozent beobachtet
werden.
*LANCET 2001; 357: 905-10
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