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Spezifische
Immuntherapie senkt die Kosten der Asthmatherapie
erheblich
Die
spezifische Immuntherapie (SIT) ist die einzige kausale Behandlung
bei allergischer Rhinitis und allergischem Asthma. Sie ist bei
bis zu 90 Prozent der Patienten erfolgreich. Indem die SIT die
Verschlimmerung eines bestehenden Asthmas verhindert, lassen sich
außerdem 57 Prozent der direkten und indirekten Behandlungskosten
einsparen.
Die
SIT ist laut WHO neben der Allergen-Karenz die einzige ursächliche
Behandlung bei allergischen Atemwegserkrankungen. Sie bietet den
Patienten als einzige Therapieform die Chance auf dauerhafte Heilung.
Die Erfolgsrate liegt für Pollenallergien bei bis zu 90 %.
Außerdem wirkt die spezifische Immuntherapie präventiv und kann
den Etagenwechsel und Neusensibilisierungen verhindern. Da keine
andere Therapie diese Ziele erreicht, ist bei richtiger Indikationsstellung
eine unwirtschaftliche Anwendung ausgeschlossen. (Klimek, 2001).
Mit
SIT mehr als 50-prozentige Kostenersparnis
Bei
der Behandlung von Patienten mit leichtem oder mittelschwerem
allergische Asthma lassen sich die Kosten durch eine spezifische
Immuntherapie mit molekular definierten und standardisierten Allergen-Präparaten
erheblich senken. Das ergab eine Kosten-Nutzen-Analyse von Märtens
und Lobermeyer (2001).
Die Autoren werteten für die Analyse umfangreiches Datenmaterial,
z. B. des Statistischen Bundesamtes und des Bundesministeriums
für Gesundheit, aus. Sie legten dar, dass von den etwa 1,82 Mio.
Asthmakranken in Deutschland 1,05 Mio. von einer spezifischen
Immuntherapie profitieren könnten.
Diese
Patienten verursachen pro Jahr direkte und indirekte Kosten in
Höhe von 706.090 Euro. Über einen Zeitraum von 10 Jahren fallen
durch die Standardbehandlung von leichtem oder mittelschwerem
allergischen Asthma pro Patient kumulative Kosten in Höhe von
7.695 Euro an. Diese Kosten werden durch eine SIT auf 3.342 Euro
gesenkt. Das ergibt eine Kostenersparnis von insgesamt 57 %
(54 % bei den direkten und 78 % bei den indirekten Kosten).
Bedarf
an symptomatischer Medikation sinkt bis zu 95 %
Der
Medikamentenbedarf der Patienten lässt sich durch eine
SIT im ersten Jahr um 30 %, im zweiten Jahr um 80 %
und im dritten Jahr um 95 % senken. Danach verbleibt eine
symptomatische Restmedikation von 5 %. Selbst wenn Patienten
nach SIT noch einen Restbedarf an symptomatischen Medikamenten
von 75 % hätten, wäre die SIT nicht teurer als eine Standardtherapie.
Die
Kosten-Nutzen-Analyse belegt die Kosteneffizienz der spezifischen
Immuntherapie auch unter der Annahme, dass nach Ablauf von 10
Jahren alle Patienten erneut eine SIT durchführen müssen. Es ist
jedoch davon auszugehen, dass der Therapieerfolg bei der Mehrzahl
der Asthmapatienten weit über die 10-Jahres-Grenze hinaus bestehen
bleibt. Somit dürfte der wirtschaftliche Nutzen der SIT auf längere
Sicht hin weiter ansteigen.
·
Klimek, L.: Die SIT als Praxis-Besonderheit. Allergo Journal 10:461, 2001
·
Märtens, P., Lobermeyer, K.: Krankheitskosten-Studie und Kosten-Nutzen-Analyse
der spezifischen Immuntherapie bei Asthma. Neueste Ergebnisse
einer I+G-Suisse-Studie für Gesamtdeutschland. Allergo Journal
10:341-347, 2001
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