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Azelastin
E-News - 3/2009
Allergiker
müssen sich nicht nur im Frühjahr
mit Pollen plagen, die ihr Immunsystem aus den Fugen
bringen. Manche Allergiker leiden das ganze Jahr. Nach den
Frühblühern, wie den Bäumen, und den Mittelblühern, wie
Gräsern und Getreide, haben im Spätsommer und Herbst die
Wildkräuter
Hochsaison. Wer hierauf mit allergischer Rhinitis reagiert,
muss mit "wilden Zeiten" rechnen. Denn Kräuter
sind immer weiter auf dem Vormarsch. Außerdem bergen sie
das Risiko von Kreuzallergien mit Gemüse. Ein
Antihistaminikum sollten
Betroffene daher immer griffbereit haben.
Wildkräuter sind Pflanzen, die eine geringe bis gar keine
Bedeutung in der Landwirtschaft oder als Zierpflanzen haben.
Die wichtigste Allergie erzeugende Gruppe unter den Wildkräutern
ist die Compositae, zu der 20.000 Arten zählen, unter anderem
die Beifußambrosie. Die Rolle der Ambrosien als Allergen
nimmt in Europa ständig zu. Die Pollen enthalten 14 Antigene,
die aber nicht alle Allergien auslösen. Und nicht jeder
Patient reagiert auf dieselben Antigene.
Im
Spätsommer und Herbst sind aber noch andere Wildkräuterpollen
unterwegs. Die Reinfarn-Klasse, zu der
Beifuß (Wikipedia)
und Salbei gehören, löst häufig Allergien aus. Auch
die Löwenzahnartigen bieten ein breites Spektrum an Antigenen.
In diese Gruppe gehören auch einige Zierpflanzen, wie Astern,
Goldrute, Chrysanthemen und Dahlien. In Süd- und Mitteleuropa
ist häufig auch die Gänsefuß-Familie anzutreffen, deren
Pollen Allergien auslösen.
Unangenehm sind die Kräuterallergien deshalb, weil die Antigene
der einzelnen Familien sich sehr ähneln. Kreuzallergien
sind daher häufig. Und diese beziehen sich nicht nur auf
Wild- und Gartenkräuter. Oft kommen Gemüse, wie Sellerie
und die Früchte der Nachtschattengewächse, z.B. Tomaten,
dazu.
Die
exakte Diagnose der Allergieursache ist schwierig, wenn
Wildkräuter im Spiel sind. Es gibt derzeit etwa 90 Wildkräuterextrakte
mit den wichtigsten Antigenen. Doch gibt es in der Natur
viel mehr Auslöser. Trotzdem ist es wichtig, den Antigenen
auf die Spur zu kommen. Denn das Meiden der Pollen oder
der Verzicht des Verzehrs sind gute Wege, um Allergien vorzubeugen.
Oft sind eine laufende Nase, tränende und besonders juckende
Augen aber nicht zu verhindern. Da hilft es, ausreichend
Medikamente griffbereit zu haben. Beispielsweise sind Antihistaminika,
Nasensprays und Augentropfen immer hilfreich, wenn es zu
einem unerwarteten Kontakt mit Allergenen kommt. Schnell
wirksame Sprays, beispielsweise mit dem Wirkstoff Azelastin,
sind vorteilhaft. Dieses moderne Antihistaminikum kann bei
Bedarf eingesetzt werden und wirkt bereits innerhalb von
15 Minuten und reduziert zuverlässig über zwölf Stunden
lang die Symptome der allergischen
Rhinitis und der begleitenden Konjunktivitis. Lassen
Sie sich von keinem Kraut "wild" machen!
Bilder: Wikipedia (Beifuss und Wegerich)
Unterscheidung Schnupfen und allergische Rhinitis
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Allergien gegen Wildkräuter
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