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im Info-Netzwerk Medizin 2000
2.1.2026
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Aktuelle Informationen und News zu den Themenkomplexen
Medizin, Gesundheit und Wohlfühlen
Schwerpunkt
Kochsalzaufnahme und Gesundheitsrisiken
2012
- 2016
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Sterberisiko und
Herz-Kreislauferkrankungen - und
Kochsalzanteil
in der Ernährung
Wird eine bestehende
Herzmuskelschwäche
(Herzinsuffizienz) oft falsch behandelt? Die Erkenntnislage
ändert sich ständig.
Eine
Herzmuskelschwäche ist oft die Folge eines überlebten
Herzinfarkts, bei dem aufgrund der unzulänglichen
Sauerstoffversorgung
Teile des Herzmuskels
zerstört wurden.
Statistiker haben in
diesem Zusammenhang herausgefunden, dass die Sterblichkeit bei
diesem weit verbreiteten Herzleiden ebenso hoch ist wie bei vielen
Krebserkrankungen.
Da es keine Medikamente gibt, die den Herzmuskelschaden rückgängig
machen, bzw. eine Herzinsuffizienz wirklich heilen können,
kommt einigen begleitenden Umstellungen in der
Lebensführung
eine
ungewöhnlich große Bedeutung zu. Unter anderem wurde und wird den
unter einer Herzinsuffizienz leidenden Patientinnen und Patienten
von ihren behandelnden Ärzten routinemäßig angeraten, eine
kochsalzarme (Kochsalz=Natriumchlorid = NaCl) Diät
einzuhalten, da diese angeblich den Blutdruck senkt.
Bei dieser Nahrungsumstellung kommt es entsprechend der geltenden
Lehrmeinung in erster Linie darauf an, dass der jeweilige Patient
möglichst wenig Natrium
zu sich nimmt.
Von
Ernährungswissenschaftlern wird eine tägliche Aufnahme von 1-3
Gramm Natrium empfohlen. Doch das ist möglicherweise nicht
optimal. Daher empfehlen viele Experten eine tägliche
Kochsalzaufnahme von 4-5 Gramm.
Siehe unten.
Nach
Auffassung der Mehrzahl der Ärzte hält Kochsalz Wasser im Körper
zurück und belastet über eine Verdünnung des Blutes und der daraus
resultierenden Mengenzunahme den ohnehin bereits
geschwächten Herzmuskel zusätzlich. Doch Kochsalz - bzw. das darin
enthaltene Natrium - hat im Stoffwechsel auch
zahlreiche andere
Aufgaben zu erfüllen.
Um die seit vielen Jahrzehnten vertretene Annahme, dass eine
kochsalzarme Diät Herzkranken nützt, auf ihre
wissenschaftliche Stichhaltigkeit hin zu untersuchen, hat nun eine
Forschergruppe die vorhandenen wissenschaftlichen Daten
analysiert. Ausgewertet wurden sechs Studien, an denen 2.747 unter
einer Herzmuskelschwäche leidende Patienten teilgenommen hatten.
Verglichen wurde die individuelle Krankheitsentwicklung bei Patienten die sich
normal ernährt hatten (rund 2,8 Gramm Kochsalz pro Tag), bzw. bei
Patienten, denen die Ärzte eine streng kochsalzarme Diät (1,8
Gramm pro Tag) verordnet
hatten.
Nach der statistischen Auswertung der Daten zeigte
sich zur Überraschung der Forscher,
dass das Gegenteil der
vermuteten Folgen der unterschiedlichen Ernährungsweisen
eingetreten war. Bei allen untersuchten Kriterien schnitten
nämlich die Patienten, die eine extreme kochsalzarme Diät eingehalten
hatten, deutlich schlechter ab als jene Kranken, die der
Vergleichsgruppe angehört hatten. Die allgemeine Sterblichkeit war
bei den Kranken doppelt so hoch, die sich kochsalzarm ernährt
hatten. Und auch die Zahl der mit der Grundkrankheit in Verbindung
stehenden Krankenhausaufenthalte war bei extrem salzarmer Diät mehr als
doppelt so hoch wie in der Vergleichsgruppe.
Es hat daher den Anschein, als würde ein wichtiger Teil der bisherigen
Standardtherapie der Herzinsuffizienz mehr Schaden
anrichten, als Nutzen stiften. Die Studie bestätigt die
Lebensweisheit,
dass zu viel und zu wenig gleichermaßen schädlich
sein kann.
Quelle: Heart. 2012 Aug 21. [Epub ahead of print]
Zur
Originalquelle
hier
( in englischer Sprache)
Hier können Sie
nachlesen, was man im Jahr
2016
zum Thema Kochsalz weiß.
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